Fachbereich Veterinärmedizin


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Biographische Datenbank

Virchow, Rudolf

Titel:

Geh. Med.-Rat Prof. Dr. med. habil.

Lebenszeit:

13.10.1821 bis 05.09.1902

Wirkungsort:

Berlin: Militärärztliche Akademie; Würzburg: Universität; Berlin: Charitè

Sonstiges:

Aufruf zum 70. Geburtstag: 17, 252, 1891.29, 219, 1903

Biografie:

  • geboren am 13. Oktober 1821 in Schivelbein, Pommern
  • gestorben am 5. September 1902 in Berlin
  • Ehrengrab auf dem Alten St.-Matthäus-Friedhof in Berlin Tempelhof-Schöneberg
  • 1839 Studium an der militärärztlichen Akademie in Berlin
  • 1843 Promotion zum Dr. med.
  • 1846 medizinisches Staatsexamen und Tätigkeit als Pathologe an der Akademie
  • 1847 Habilitation und Privatdozent
  • 1849 Lehrstuhl für pathologische Anatomie an der Univ. Würzburg
  • 1856 Professor für pathologische Anatomie und Direktor des neu geschaffenen Pathologischen Instituts an der Medizinischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin (auf dem Gelände der Charitè)
Besondere Leistungen auf dem Gebiet der praktischen Hygiene:
  • Einführung der obligatorischen Trichinenkontrolle (Fleischbeschau) in Preußen
  • Schlachthofneubau für Berlin nach hygienischen Grundsätzen
  • ab 1867 Bau einer zentralen Trinkwasserversorgung und neuen Abwasserbeseitigung mit Rieselfeldern im Berliner Umland
  • Aufbau der pathologisch-anatomischen Sammlung (ab 1899 frei zugänglich im neuen Pathologischen Museum)
Besondere Leistungen in der Fachliteratur:
  • 1847-1902 Herausgeber des „Archivs für pathologische Anatomie und Physiologie“
  • 1854-1867 Herausgeber des „Handbuchs der speciellen Pathologie und Therapie“ (6 Bände)
  • 1866 Herausgeber der von Virchow begründeten „Zeitschrift für Ethnologie“
Politisches Ehrenamt:
  • 1959-1902 Mitglied der Berliner Stadtverordnetenversammlung
  • 1872-1902 Vorsitzender der Rechnungskommission des Preußischen Landtags
  • 1862-1867 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses (für die Fortschrittspartei)
  • 1880-1893 Mitglied des Deutschen Reichstags (für die Fortschrittspartei, ab 1884 für die Deutsch-Freisinnige Partei)
Fachliches Ehrenamt:
  • Mitglied der wissensch. Deputation für das Medizinalwesen im Kultus-Ministerium
  • der techn. Deputation für das Veterinärwesen im Ministerium für Landwirtschaft
  • Domänen und Forsten
  • Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften
Ehrungen:
  • 1891 Ehrenbürger von Berlin
  • Ehrenpräsident der „Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte“
  • 1892 erstmals Rektor der Universität Berlin
Quellen:

AwpT Archiv für wissenschaftliche und praktische Tierheilkunde