Fachbereich Veterinärmedizin


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Biographische Datenbank

Smidt, Diedrich

Titel:

Prof. Dr. med. vet. Dr. sc. agr. Dr. agr. habil. Dres h. c.

Lebenszeit:

* 14.07.1931

Wirkungsort:

Göttingen: Universität; Mariensee: Institut für Tierzucht und Tierverhalten der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)

Publikationen zum Geburtstag oder Todestag:

*60: BMTW, 104, 1991, 291

*70: DTW, 108, 2001, 317

Portrait:

BMTW, 104, 1991, 291

Sonstiges:

Dissertationen:

  • Ist die Mehrzitzigkeit beim Rinde ein Zeichen der Fruchtbarkeit? - Diss. TiHo Hannover, 1958
  • Untersuchungen zur Sexualpotenz und Fruchtbarkeitsvererbung beim Schwein. - Diss. Landw. Fak. Univ. Göttingen zum Dr. sc. agr., 1962
Habilitation:
  • Fortpflanzungsstudien an weiblichen Schweinen. - Habil.-Schr. Landw. Fak. Göttingen, 1965. - 155 S.

Biografie:

  • geboren am 14. Juli 1931 in Breinermoor b. Leer, Ostfriesland
  • Vater Landwirt
  • 1950 Reifeprüfung am Gymnasium Papenburg (Ems)
  • 1950-1956 Studium der Veterinärmedizin an der TiHo Hannover
  • 1956 Approbation als Tierarzt ebenda
  • 1958 Promotion zum Dr. med. vet. bei Prof. Butz ebenda
  • 1956-1959 praktizierender Tierarzt in Dorum/Wesermünde mit der Besamungsstelle (Bullenstation) der Zentralbesamungsstation Bremen
  • 1959-1961 Studium der Agrarwissenschaften an der Landw. Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen
  • 1961 Promotion zum Dr., sc. agr. ebenda
  • 1961-1972 wiss. Mitarbeiter am Institut für Tierzucht und Haustiergenetik (Prof. Fritz Haring)
  • 1965 Habilitation und venia legendi für Tierzucht und Fortpflanzungsbiologie sowie Ernennung zum Privatdozenten ebenda
  • 1966 Universitätsdozent ebenda
  • 1972/1976 ordentl. Professor am Lehrstuhl für Tierzucht und Tierhaltung der Univ, Göttingen
  • 1976-1995 Leiter des Instituts für Tierzucht und Tierverhalten mit den Institutsteilen Mariensee, Mecklenhorst und Trenthorst/Wulmenau (der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft mit Sitz in Braunschweig-Völkenrode, FAL)
  • bis 1991 Wahrnehmung von Lehraufträgen der Tierzuchtlehre an der Univ. Göttingen
Würdigung:
  • Aufbau einer fortpflanzungsbiologischen Arbeitsgruppe am Institut in Göttingen
  • Mitwirkung bei der Umwandlung von der Ordinarien- zur Gruppenuniversität mit Entwicklung einer kollegialen Institutsordnung, die später Vorbild für die Novellierung des niedersächsischen Hochschulgesetzes wurde
  • Positiver Einfluss auf die Entwicklung des ehemaligen Max-Planck-Institutes für Tierzucht und Tierernährung zum Institut für Tierzucht und Tierverhalten der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
  • Zusammenarbeit mit den Tierzuchtinstituten Göttingen und Hannover bei der Vergabe und Betreuung von Dissertationen
  • Aktive Pflege der internationalen Beziehungen durch spezifische wiss. Veranstaltungen und wechselseitigen Austausch von Gastwissenschaftlern
Schwerpunkte:
  • Mitwirkung beim Entstehen des „Göttinger Miniaturschweines“
  • Untersuchung physiologischer Grundlagen für Leistung, Gesundheit und Fruchtbarkeit der Nutztiere sowie der Produktqualität
  • besonderer Berücksichtigung biotechnischer Vorgänge im Rahmen der Fortpflanzung
  • Verknüpfung der Fachrichtungen mit anderen biologischen Funktionen im Rahmen von Züchtung, Nutzung und Management mit ganzheitlicher Betrachtung des Tieres
  • Bearbeitung neuer Fachgebiete: biologische Grundlagen der Nutztierethologie im Zusammenhang mit möglichen Belastungsgrenzen unter Einbeziehung von Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit und mit besonderer Betonung des Tierschutzes
  • Fragen des Tierverhaltens im Rahmen der tierschutz- und nutzungsbezogenen Tierhaltungsforschung
  • 27 Bücher und Bucheinträge
  • 365 Originalarbeiten (Autor und Mitautor)
  • 200 Übersichtsartikel und Fachbeiträge (Autor und Mitautor)
Ehrenämter:
  • 1970/1971 Dekan der Landw. Fakultät der Univ. Göttingen
  • eine Legislaturperiode Vizepräsident der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft
  • 1982/83 Präsident der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL)
  • Schriftleitung und Mitglied in Redaktionsstäben mehrerer Fachzeitschriften, z. B. langjährig auch in der „Züchtungskunde“ (1979 -1995)
  • 1977-1995 Mitglied des Hauptausschusses der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ)
  • Mitgliedschaft in Kuratorien und Beiräten verschiedener Fachinstitute und Stiftungen
  • Fachgutachter der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG)
  • Ehrenämter im Bereich der Europäischen Vereinigung für Tierproduktion (EVT)
  • 1996-1999 Vorsitzender der Akademie für tierärztliche Fortbildung (ATF) der Bundestierärztekammer (BTK)
  • 1997-2006 Mitglied des Vorstandes der H. Wilhelm-Schaumann-Stiftung Hamburg
  • Vorstandsmitglied der Yak-Kamel-Stiftung
Ehrungen:
  • 1967 Ehrenmitglied der Mexikanischen Gesellschaft für Fortpflanzung und künstliche Besamung
  • 1990 Ehrenpromotion zum Dr. med. vet. h. c. durch die Vetmed. Univ. Wien
  • 1995 Ehrenpromotion durch die Univ. Ljubljana (Slowenien)
  • 1997 Verdienstkreuz I. Klasse des Verdienstordens der BR Deutschland
  • 1997 Auszeichnung mit der Hermann-von-Nathusius-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde (am 8. September in Münster-Handorf)
  • Berufung zum Mitglied der Slowakischen Akademie der Agrarwissenschaften
  • 2016 Ehrung für 55-jährige Mitgliedschaft in der DGfZ
Quellen:
  • Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin – Biographisches Lexikon, NORA, 4. erw. Aufl., 2014, 742/743
  • Kallweit, E.: Prof. D. Smidt 65 Jahre. In: Zkde, 68, 1996, 241-243
  • Langholz u. Fürst zu Solms-Lich; Hermann-von-Nathusius-Medaille für Prof. DDr. DDr. h. c. D. Smidt. In: Zkde, 69, 1997, 405-407
  • Schulze, Wilhelm: Prof. Dr. med. vet. Dr. sc. agr. Dr. h. c. Smidt 60 Jahre. In: BMTW, 104, 1991, 291-292
  • Prof. Diedrich Smidt wurde 70. In: DTW, 108, 2001, 317

BMTW Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift
DTW Deutsche Tierärztliche Wochenschrift