Fachbereich Veterinärmedizin


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Biographische Datenbank

Trautwein, Karl

Titel:

Prof. Dr. med. vet. Dr. med. habil. Dr. med. vet. h. c.

Lebenszeit:

21.02.1896 bis 19.01.1992

Wirkungsort:

Insel Riems: Forschungsanstalt; Freiburg: Universität sowie Veterinär- und Tiergesundheitsamt

Publikationen zum Geburtstag oder Todestag:

*90: SAT, 128, 1986, 108

Nachruf:

+BMTW, 105, 1992, 430

Portrait:

BMTW, 74, 1961, 80

BMTW, 105, 1992, 430

Sonstiges:

Dr. h. c.: WTM, 46, 1959, 291 Dissertation:

  • Beiträge zur Kenntnis der Akariasis des Hundes. - Vetmed. Diss. Gießen, 1921
Habilitation:
  • Die Pluralität des Maul- und Klauenseuche-Virus. Med. Habil.-Schrift Greifswald. In: AwpT, Bd. 56, 1927, S. 505-555

Biografie:

  • geboren am 21. Februar 1896 in Weingarten, Großherzogtum Baden
  • gestorben am 19. Januar 1992 in Freiburg/Breisgau
  • 1918-1921 Studium der Veterinärmedizin in Gießen
  • 1921 Promotion zum Dr. med. vet. ebenda
  • 1921-1932 Assistent, dann Stellvertreter des Präsidenten der Forschungsanstalt Insel Riems bei Greifswald, Vorpommern
  • 1927 Habilitation an der Medizin. Fakultät der Univ. Greifswald mit einem vetmed. Thema
  • 1932 Oberassistent am Tierhygienischen Instituts der Univ. Freiburg (Breisgau)
  • 1933-1961 außerord. Professor für Virologie, Zoonosen und Desinfektion an der Medizin. Fakultät und Leiter des Tierhyg. Institutes ebenda
Arbeitsschwerpunkte:
  • 1921-1932 (Riems)

    - Infektionsablauf, Immunität und Immunisierung gegen Maul- und Klauenseuche

    - Entdecker des Typ C und anderer Varianten

    - Verbreitung des MKS-Virus durch Harn, Galle, Kot und Milch

    - Möglichkeiten der Desinfektion

    - Möglichkeiten der Infektion beim Menschen

  • 1932-1961 (Freiburg/Breisgau)

    - Trautmann leitete das Institut für Tierhygiene der Universität Freiburg und gleichzeitig das Veterinär- und Tiergesundheitsamt für Baden

    - Bekämpfung der Rindertuberkulose und der Abortus-Bang-Infektion

    - Ausbau der Künstlichen Besamung beim Rind zur Bekämpfung der Deckseuchen

    - Erforschung und Behebung von Ernährungsstörungen und Mangelkrankheiten (z. B. Ausrottung der „Semperschen Krankheit“ im badischen Hochschwarzwald)

    - Einrichtung der Tiergesundheitsdienste, der Tierklinik, der Schule für veterinäremedizin.-technische Assistentinnen, der Ethologischen Abteilung

    - Übernahme der Bienenabteilung vom Zoologischen Institut

    - 1951 Nebentätigkeit: Geschäftsführer des „Badische Rinderbesamungsstation Freiburg e. V.“

    - 120 eigene wiss. Arbeiten und 225 Institutsbeiträge

    - Betreuung von 54 Dissertationen und 4 Habilitationen

Ehrenämter:
  • Mitglied des Ausschusses für Tierkrankheiten bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG)
  • Mitglied des Ausschusses für Zuchthygiene der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ)
  • Leitung der Fachgemeinschaften Hygiene und Zuchthygiene in der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG)
  • Lehrer und Prüfer beim Vorbereitungslehrgang für den tierärztl. Staatsdienst
Ehrungen:
  • 1955 Nieberle-Plakette der baden-württembergischen Tierärztekammer
  • 1958 Ehrenpromotion durch die Vet.med. Fakultät der Freien Univ. Berlin
  • 1959 Theodor-Kitt-Medaille der Tierärztl. Fak. der Ludwig-Maximilians-Univ. München
Quellen:
  • Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin : biographisches Lexikon. Berlin : NORA Verl., 4. erw. Aufl., 2014 (Bd. 2, S. 803)
  • Huwer, Martin: 100 Jahre Tierhygienisches Institut Freiburg. Freiburg : Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt, Tiergesundheitsdienste der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg, 2008, Anschnitt: Die Ära Trautwein (1933 – 1962)

AwpT Archiv für wissenschaftliche und praktische Tierheilkunde
BMTW Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift
SAT Schweizer Archiv für Tierheilkunde
WTM Wiener tierärztliche Monatsschrift