Fachbereich Veterinärmedizin


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Biographische Datenbank

Schaefer, Werner

Titel:

Prof. Dr. med. vet. Dr. med. vet. h. c.

Lebenszeit:

09.03.1912 bis 25.04.2000

Wirkungsort:

Tübingen: Max-Planck-Institut für Virusforschung

Publikationen zum Geburtstag oder Todestag:

*60: BMTW, 85, 1972, 120

Nachruf:

DTW, 107, 2000, 248

DTBl, 53, 2000, 768

TU, 57, 2000, 357

Sonstiges:

Dissertation:

  • Untersuchungen über die Wasserstoffionenkonzentration verschiedener Organe und Gewebe des Rindes. Diss. an der Vetmed. Fak. der Univ. Gießen, 1938

Biografie:

  • geboren am 9. März 1912 in Wanne bei Herne, Westfalen
  • gestorben am 25. April 2000 in Tübingen
  • andere Schreibweise des Namens: Schäfer
  • 1931 Abitur in Korbach, Hessen
  • 1932-1938 Studium der Veterinärmedizin an der Ludwigs-Universität Gießen
  • 1938 Promotion zum Dr. med. vet., Assistent, später Oberassistent am dortigen Institut für Veterinärhygiene und Tierseuchen
  • Spezialgebiet: Virologie
  • während des 2. Weltkrieges Einsatz in Ostafrika, an der Ostfront und an der Reichsforschungsanstalt auf Riems
  • 1945 praktizierender Tierarzt in Usseln (Hessen)
  • 1948 Abteilungsleiter für Virologie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Tübingen
  • 1952/1954 Bildung des Max-Planck-Instituts für Virusforschung bzw. der Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere in Tübingen
Schäfer befasste sich hier schwerpunktmäßig mit:
  • Influenzaviren (Geflügelpesterreger und ihre Verwandtschaft mit dem Virus Influenza A)
  • Retroviren als Erreger von Leukämien – neue Ansätze bei der Immuntherapie und der Behandlung von Aids
  • er begründete eine neue Ära der Virusforschung in Deutschland
  • Lehraufträge als Privatdozent für Mikrobiologie und Tierseuchenlehre ab 7.11.1952 an der Vetmed. Fakultät in Gießen
  • 1958 als außerplanmäßger Professor bis über 1980
Auszeichnungen:
  • 1957 Carus-Preis (der Akademie der Naturfoscher Leopoldina)
  • 1962 Emil-von-Behring-Preis (der Philipps-Univ. Marburg)
  • 1969 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle (Saale)
  • 1972 Aronson-Preis (der Aronson-Stiftung für experimentelle Therapie )
  • 1978 Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis (für wegweisende Forschungen in der Medizin)
  • 1991 Robert-Koch-Medaille (der Robert-Koch-Stiftung)
  • 1972 Ehrenpromotion durch die Tierärztliche Hochschule Hannover
  • Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie sowie der Gesellschaft für Virologie
Quellen:
  • DTW, 107, 2000, 282-287
  • Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin : biographisches Lexikon. Berlin : NORA Verl., 4. erw. Aufl., 2014 (Bd. 2, S. 664)
  • Wikipedia: Werner Schäfer (Virologe) http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Schäfer_(Virologe)
  • Peter Hausen: Schäfer, Werner. In: Neue Deutsche Biographie, Bd. 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005 - S. 514

BMTW Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift
DTBl Deutsches Tierärzteblatt
DTW Deutsche Tierärztliche Wochenschrift
TU Tierärztliche Umschau