Fachbereich Veterinärmedizin


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Biographische Datenbank

Zwick, Wilhelm

Titel:

Prof. Dr. sc. nat. Dr. med. vet. h. c. mult.

Lebenszeit:

15.03.1871 bis 28.05.1941

Wirkungsort:

Stuttgart: Tierärztliche Hochschule (TiHo); Wien: Tierärztliche Hochschule (TiHo); Gießen: Universität

Nachruf:

+DTBl, 8, 1941, 116

Portrait:

BMTW, 73, 1960, H. 19

Sonstiges:

Dissertation:

  • Beiträge zur Kenntnis des Baues und der Entwicklung der Amphibiengliedmaßen, besonders von Carpus und Tarsus. - Diss. Tübingen zum Dr. nat., 1897 - 55 S.

Biografie:

  • geboren am 15. März 1871 in Jebenhausen b. Göppingen, Württemberg
  • gestorben am 28. Mai 1941 in München
  • beigesetzt auf dem Waldfriedhof in Stuttgart
  • 1888 Studienbeginn an der TiHo Stuttgart
  • 1893 Approbation als Tierarzt
  • danach Studium der Naturwissenschaften in Tübingen und 1897 Promotion zum Dr. sc. nat.
  • 1897 Prosektor am Anatomischen Institut der TiHo Stuttgart
  • 1900 planmäßiger a.o. Professor für Seuchenlehre, Veterinärpolizei, Fleischbeschau und Milchhygiene und zugleich Leiter der Ambulatorischen und Geburtshilflichen Klinik
  • 1913 ord. Professor und Direktor der Medizinischen Klinik (einschließlich Seuchenlehre) der TiHo Wien
  • im 1. Weltkrieg Oberst-Veterinär und Delegierter des Österreichischen Kriegsministeriums
  • 1919 an der Ludwigs-Universität Gießen Prof. für Innere Medizin in der Nachfolge von Prof. Gmeiner (Pathologie und Therapie)
  • ab 1923 auch Veterinärhygiene und Tierseuchenlehre
  • ab 1924 noch Bakteriologie und Veterinärpolizei
  • 1926-1936 ord. Professor für Veterinärhygiene und Seuchenlehre und Direktor des neuen Veterinärhygienischen und Tierseucheninstitutes in Gießen
  • Zwick war (zusammen mit Jürgen Witte und Oskar Seifried) an der Erforschung und Bekämpfung der Borna-Krankheit der Pferde maßgeblich beteiligt
  • sie veröffentlichten 1926 in der Zeitschrift für Infektionskrankheiten der Haustiere den Beitrag „Experimentelle Untersuchungen über die seuchenhafte Gehirn-Rückenmarksentzündung der Pferde (Bornasche Krankheit)“. Den Plan zur Schaffung eines Kaiser-Wilhelm-Institutes für Tierseuchenforschung in Gießen konnte er nicht mehr umsetzen
Ehrungen:
  • 1908 Regierungsrat und Mitglied der Veterinärabteilung des Reichsgesundheitsamtes in Berlin als Vertreter Württembergs
  • 1919 Promotion zum Dr. med. vet h. c. durch die Vetmed. Fakultät der Ludwigs-Universität Gießen und 1930 durch die entsprechende Fakultät der Universität Leipzig
  • Vorsitzender der 1928 gegründeten „Vereinigung der Tierärztlichen Hochschulen und Fakultäten Deutschlands“
  • 1926/1927 erster tierärztl. Rektor der Universität Gießen
Quellen:
  • Wilhelm Schauder: Zur Geschichte der Veterinärmedizin an der Universität und Justus Liebig-Hochschule Gießen, S. 139 ff.
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Zwick
  • AwpT, 23, 460, 1897.27, 159, 1901.34, 490, 1908

AwpT Archiv für wissenschaftliche und praktische Tierheilkunde
BMTW Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift
DTBl Deutsches Tierärzteblatt