Fachbereich Veterinärmedizin


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Biographische Datenbank

Sydow, L. C.

Titel:

Oberstabsarzt Med. Dr.

Wirkungsort:

Berlin: Tierarzneischule

Biografie:

  • Sydow war von 1806 bis 1813 Prosektor an der Königl. Preußischen Tierarzneischule unter Professor Reckleben. Seine genauen Lebensdaten sind nicht bekannt
  • Im Biographisch-Literarischen Lexikon der Thierärzte aller Zeiten und Länder von Schrader und Hering gibt es über Sydow folgenden Eintrag:
  • Sydow, L. C., Med. Dr.,Franzos, 1809 (Schlesien). Hatte Medicin studirt und war Militärarzt in Berlin. Als Dr. R e c k l e b e n, der früher das Prosectoramt an der Thierarzneischule in Berlin versah, eine Professur an derselben erhielt, wurde S. 1806 als Prosector angestellt. 1811 gab er ein Werk „Entwurf zu Vorlesungen über Thierarneikunde“ heraus, und verschaffte sich dadurch Mittel, bald darauf eine Reise nach Wien zu machen. 1813 verliess S. die Thierarzneischule und wurde im Befreiungskriege als Regimentsarzt beim 12. Preuss. Infanterie-Regiment angestellt, mit welchem er 1819 in Düsseldorf stand. Ob er hier oder in Schlesien, wie mir einst Prof. Reckleben schrieb, gestorben ist, habe ich bis jetzt nicht ermitteln können. In dem 3ten 1819 erschienenen Band, der von K a u s c h herausgegebenen „Memorabilien für Heilkunde, Staatsarzneiwissenschaft und Thierheilkunde“ hat er einen grossen Aufsatz geliefert: „Der Mensch und seine vorzüglichen Hausthiere“. Eine pathologische Parallele, die vieles aus dem oben erwähnten Buche enthält.
Quellen:
  • G. W. Schrader / Eduard Hering: Biographisch-Litarisches Lexicon der Thierärzte aller Zeiten und Länder, sowie der Naturforscher, Aerzte, Landwirthe, Stallmeister u.s.w., welche sich um die Thierheilkunde verdient gemacht haben. Stuttgart, Ebner & Seubert, 1863, S. 416, Nr. 1770
  • Stephanie Jette Petschat: Transkription und Besprechung einer Handschrift über „Hippotomie und Splanchnologie“. Nach Friedrich Bock (1806), Diss. an der Tierärztl. Hochschule Hannover, 2002, S. 121; http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/petschats_2002.pdf
  • Jenaische allgemeine Literatur-Zeitung, 1811, 10/12, S. 367
  • Rezension in: Medicinisch-chirurgische Zeitung. Fortgesetzt von D. Johann Nepomuk Ehrhart, 15. Ergänzungsband, 1810 – 1820, Salzburg, den 30. März 1812, Nr. 409, S. 401-408
  • Johann Heinrich Kopp: Jahrbuch der Staatsarzneikunde, Fünfter Jahrgang, Frankfurt am Main : Joh. Chr. Hermannsche Buchhandlung, 1812, S. 384
  • Adolph Carl Peter Callisen: Medicinisches Schriftsteller-Lexicon der jetzt lebenden Aerzte, Wundärzte, Geburtshelfer, Apotheker und Naturforscher aller gebildeten Völker. 19. Band, Copenhagen, 1834, S. 52
  • Rudolf Wernicke: Das anatomische Theater der Tierheilkunde : ein Langhansbau im Wandel der Zeit und seine Nutzer. Berlin, 2008, 103 S.
  • Johann Brosche: Handbuch der Zergliederungskunde des Pferdes als Leitfaden zu Vorlesungen am kais. Königl. Thierarzneyinstitute in Wien. Wien, 1812
  • Thomas Kohlwein, Wien: persönliche Mitteilungen