Fachbereich Veterinärmedizin


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Biographische Datenbank

Schotte, August

Titel:

Min.Rat Dr. med. vet.

Lebenszeit:

14.05.1874 bis 05.06.1954

Wirkungsort:

Kreis Halberstadt (Prov. Sachsen); Thüringen

Publikationen zum Geburtstag oder Todestag:

*65 DTBl, 6, 1939, 239

Nachruf:

Monatsh. f. Vet., 9, 1954, H. 17, 395-396

Sonstiges:

Dissertation:

  • Die Tetanustherapie mit Behring’schem Antitoxin in der Veterinärmedizin. Vetmed. - Diss an der Univ. Bern - Gera : Geraer Verlagsanstalt u. Druck, 1906/1907. - 163 S. Octav

    Biografie:

  • geboren als Friedrich (gen. Fritz) August Julius Schotte am 14. Mai 1874 in Sooden an der Werra, Regierungsbezirk Kassel, Prov. Hessen-Nassau
  • gestorben am 5. Juni 1954 in Weimar, Thüringen
  • Realgymnasium Kassel
  • 1891-1893 Studium der Veterinärmedizin (5 Semester) in Hannover und München
  • Militärdienst im 1. Magdeburgischen Feldartillerieregiment zu Wittenberge
  • 1895 Approbation als Tierarzt an der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover
  • anschließend praktischer Tierarzt in Dardesheim b. Osterwieck und Dingelstedt (Huy), Regierungsbezirk Magdeburg, Provinz Sachsen
  • Kreistierarztexamen
  • 1901 Großherzogl. Sächsischer Bezirkstierarzt im IV. Verwaltungsbezirk (VB) Dermbach des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach
  • 1905-1919 Fürstl. Reußischer Hof- und Landestierarzt in Gera für das Fürstentum Reuß-Gera (jüngere Linie, Landratsamtsbezirke Unterländischer Bezirk Gera und Oberländischer Bezirk Schleiz mit Lobenstein sowie der „Pflege Reichenfels“ mit Triebes, Hohenleuben und Pohlen)
  • 1906/1907 Promotion zum Dr. med. vet. an der Universität Bern
  • 1920 Staatskommissar für die Bekämpfung Kriegs bedingter Viehseuchen in Thüringen, dann Landestierarzt und Vortragender Rat im Thür. Wirtschaftsministerium (Geschäftsabteilung Landwirtschaft) in Weimar
  • 1935-1939 die gleiche Tätigkeit im Thüringischen Ministerium des Innern, ab 1936 auch für die preußischen Kreise des Regierungsbezirkes Erfurt der Provinz Sachsen
  • ab 1938 als Leiter der neuen Abteilung Veterinärwesen
  • 1919 Regierungs- und Veterinärrat
  • 1921 Oberregierungsrat
  • 1.4.1923 Ministerialrat
  • 1.6.1939 Alters bedingter Ruhestand
Ehrenämter:
  • Mitbegründer der Herdbuchvereine für Höhenfleckvieh in Pferdsdorf, Borsch, Unterweid, Spahl (Ortschaften Walkers, Apfelbach und Reinhards, heute Gemeinde Rockenstuhl) und Völkershausen b. Vacha, alle ab 1903 im IV. Verwaltungsbezirk Dermbach
  • Herdbuchführer für den Simmentaler Zuchtverband Großaga bei Gera
  • 1935-1939 Mitglied im Verwaltungsrat der Thüringischen Landesanstalt für Viehversicherung Jena
Verdienste:
  • Ablösung des Frankenrindes durch das Simmentaler Höhenfleckvieh in Gemeinden der Thüringischen Rhön
  • Durchsetzung der Vollbeschäftigung und -besoldung von beamteten Tierärzten (1919 in Reuß, 1924 Thüringen) – Einführung der Amtsbezeichnung „Regierungsveterinärrat“ bzw. bei tierärztl. Leitern von Schlachthöfen: „Stadtveterinärrat“
  • Vorbereitung von Gesetzen und Bestimmungen zur Überwachung des Verkehrs mit Nahrungs- und Genussmitteln tierischer Herkunft (Abgrenzung der tierärztlichen Tätigkeit von den Lebensmittelchemikern), zur Bekämpfung der Bienen- und Wildseuchen, zu Tierschutzfragen, zur Gründung der Tierärztekammer sowie zur Einrichtung der thüringischen Veterinärämter
  • Vorbereitung zur Bildung einer selbständigen Veterinärabteilung im Thür. Ministerium des Innern (1938)
Auszeichnung:
  • 1928 Eintragung als Ehrenbürger der TiHo Hannover „in dankbarer Anerkennung seiner Verdienste um die Veterinärmedizin“
  • 1933 Ernennung zum Ehren-Bundesmitglied des Bundes Thüringer Tierschutzvereine
  • Berufung als Mitglied des Beirats des Reichstierschutzbundes
Quellen:
  • Staatshandbuch für das Land Thüringen 1926 und 1931
  • Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, Archiv-Nr. F 137 – 147 für 1935 bis 1945
  • Stadtarchiv Weimar: Personenstandsregister
  • Goerttler, V.: Anerkennung tierärztlicher Arbeit in der Tierzucht. In: Berliner und Münchener Tierärztl. Wochenschrift, Nr. 41/42, 1942, S. 313
  • Stiftung TiHo Hannover: Eintragung von Dr. August Schotte als Ehrenbürger am 14. Juni 1928

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