Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Pferdebrucellose - ein Beitrag zur Geschichte der Haustierkrankheiten (2005)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Meyer, Hendrik
    Quelle
    Berlin: Mensch und Buch Verl, 2005 — 154 Seiten
    ISBN: 3-86664-032-3
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000002531
    Kontakt
    Klinik für Klauentiere

    Königsweg 65
    Gebäude 26
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62261 Fax.+49 30 838 62512
    email:klauentierklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Die Geschichte der Pferdebrucellose wird von Beginn der schriftlichen Quellen vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart dargestellt. In der Arbeit werden über 200 Literatur-Quellen ausgewertet, anfangs im historischen Rückblick erörtert und anschließend in den Kapiteln Diagnostik, Epizootiologie, Klinik und Therapie gesondert dargestellt. Besonders hervorzuheben ist in der Diagnostik die einheitliche, zu gleichgerichteten Ergebnissen führende Serumlangsamagglutinination, die erst durch die Einführung eines standardisierten Brucella-Trockenantigens ermöglicht werden konnte. Sie bildet die Grundlage zur Ermittlung des Grenztiters. Die überwiegende Mehrzahl der in der Literatur erfassten Brucellosefälle beim Pferd beruhen auf einer Brucella abortus-Infektion. Nur in drei Fällen konnte die Brucella suis als Infektionsquelle ermittelt werden. Einmal gelang es, die Brucella canis serologisch nachzuweisen. Die klinischen Erscheinungen beim brucelloseerkrankten Pferd sind sehr vielgestaltig. Die häufigsten Symptome sind neben Lethargie die durch Brucellen hervorgerufenen Bursenhygrome der Bursa cucullaris und der Bursa nuchalis. Zuzüglich zeigen die Brucellen eine besondere Affinität zum retikuloendothelialen System, in dem sie sich über längere Zeit inaktiv verhalten und durch besondere Stressfaktoren in Schüben über die Blutbahn in prädestinierten Organen lokalisieren können. Brucellenaussscheidungen über Harn, Nachgeburt und Kot konnten nachgewiesen werden. In Durchführung der Bekämpfungsprogramme in Deutschland, die im engen Zusammenhang mit den serologischen und bakteriologischen Kontrolluntersuchungen bis in die Gegenwart stehen und eine gewisse Parallelität zur Tilgung der Rinderbrucellose aufweisen, konnte der Nachweis erbracht werden, daß in Deutschland ab 1965 offensichtlich keine weiteren Erkrankungsfälle von Pferdebrucellose verzeichnet wurden. Auf die möglichen Gefahren der Reinfektion wird unter Zugrundelegung der Mitteilungen vom Internationalen Tierseuchenamt Paris, der bestehenden Infektionsgefahr brucellainfizierten Wildes und des internationalen und interkontinentalen Tierverkehrs besonders hingewiesen.