Fachbereich Veterinärmedizin


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    Vergleichende Betrachtung des Behandlungserfolges der intraartikulären kombinierten Behandlung mit Natriumhyaluronat und Betamethason mit der intraartikulären Behandlung mit autologem konditionierten Serum (IL-1 Ra) bei Pferden mit positiver Hufgelenkanästhesieeine Anwendungsbeobachtung (2009)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Jöstingmeier, Ulrike
    Quelle
    Berlin: Mensch und Buch Verl, 2009 — 108 Seiten
    ISBN: 978-3-86664-665-0
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000012680
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    Klinik für kleine Haustiere

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    Abstract / Zusammenfassung

    Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Feldstudie, in der zwei Behandlungsformen der aseptischen Hufgelenkentzündung beim Pferd miteinander verglichen werden.
    Es handelt sich zum einen um die Behandlung mit einer hochmolekularem Na-Hyaluronat/Corticosteroid-Kombination (Hylartil®/Celestovet®), zum anderen um die Behandlung mit autologem konditioniertem Serum (IRAP®).
    Von 54 Pferden, bei denen die Lahmheitsursache im Hufgelenk lag, wurden 27 Pferde mit Hylartil® und Celestovet® (Guppe I) und 27 Pferde mit IRAP® (GruppeII) intraartikulär behandelt. Bei den Pferden der Gruppe I wurde nur die erste Behandlung mit Celestovet® vorgenommen, für die Folgeinjektionen wurde ausschließlich Hylartil® verwendet.
    Außerdem wurde der Hufbeschlag wenn nötig den orthopädischen Erfordernissen angepasst und den Pferden wurde ein einheitliches Ruhe- bzw. Bewegungsprogramm verordnet.
    Die Zuordnung der Pferde zu den Behandlungsgruppen erfolgte anhand der Besitzerentscheidung. Dabei zeigten die Pferde beider Gruppen keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der entscheidenden Merkmale Alter, Nutzung und Röntgenklasse.
    Alle Pferde wurden nach einem einheitlichen Protokoll untersucht, behandelt und nachkontrolliert.
    Der Beobachtungszeitraum betrug 6 Monate vom Behandlungsbeginn bis zur letzten Nachkontrolle.
    Unerwünschte Nebenwirkungen traten in keiner der beiden Gruppen auf.
    Nach 6 Monaten lag der Behandlungserfolg bei den Pferden der Gruppe I bei 63,0% nach durchschnittlich 2,8 Injektionen und der Behandlungserfolg bei den Pferden der Gruppe II lag bei 88,9% nach durchschnittlich 3,3 Injektionen.
    Damit liegt ein signifikanter Unterschied hinsichtlich des Behandlungserfolges zwischen beiden Behandlungsformen vor.
    Die Behandlung mit autologem konditioniertem Serum wird nach den Ergebnissen unserer Studie als sinnvolle Alternative zur Hufgelenkbehandlung mit Hyaluronsäure angesehen.