Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Magengeschwüre beim Schwein:
    Struktur als Prophylaxe (2012)

    Art
    Vortrag
    Autor
    Martens, H
    Kongress
    11. Haupttagung der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA)
    Göttingen, 14. – 18.03.2012
    Quelle
    Kontakt
    Institut für Veterinär-Physiologie

    Oertzenweg 19 b
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62600 Fax.+49 30 838-62610
    email:physiologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Histologische Veränderungen der Pars proventricularis des Schweinemagens werden weltweit beobachtet, wobei das Vorkommen und auch das Ausmaß der Veränderungen großen Schwankungen unterworfen ist (Elbers et al., 1995; Argenzio, 1999; Berschneider et al., 1999; van den Berg et al. 2005; Wolf und Kamphues, 2007). Entsprechend variabel fallen auch die klinischen Symptome aus. Neben dem subklinisch inapparenten Verlauf werden Appetitverlust, Anämien, Bewegungsunlust, Zähneknirschen, Erbrechen, teerartiger Kot und plötzliche Todesfälle beobachtet. Als mögliche Ursachen werden Stress, Nahrungskarenz, Belegungsdichte/ Betriebsgröße (Ramis et al., 2004), Infektionen mit Bakterien (Roosendaal et al., 2000) und vor allem die Struktureigenschaften des Futters diskutiert (Argenzio, 1999; Berschneider et al., 1999; Wolf und Kamphues, 2007). Die hohe Variabilität des Vorkommens und die Vielfalt möglicher Faktoren erlauben ? zumindest auf den ersten Blick ? kaum schlüssige und vor allem selten direkte und kausale Schlussfolgerungen bezüglich der Pathogenese dieser Erkrankung.
    Aus diesem Grunde beinhaltet der Vortrag primär Untersuchungsbefunde, die die Bedeutung der Struktur des Futters bei der Pathogenese der Schädigung der Pars proventricularis näher charakterisiert haben. Die vorliegende Analyse publizierter Versuchsergebnisse bezieht sich dabei auf die physiologischen Gegebenheiten a) der natürlichen Ernährung des Schweins, b) die Mechanismen der Magenentleerung und c) die physiologischen Epitheleigenschaften der Pars proventricularis und deren mögliche Schädigung.