Fachbereich Veterinärmedizin


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    Die Häufigkeit der Hakenzahnerkrankungen bei Pferden (2007)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Memedi, Shkumbin
    Quelle
    Berlin: Mensch und Buch Verl, 2007 — VI, 89 Seiten
    ISBN: 978-3-86664-278-2
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000002932
    Kontakt
    Klinik für Pferde, allgemeine Chirurgie und Radiologie

    Oertzenweg 19 b
    14163 Berlin
    +49 30 838 62299
    pferdeklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    In der vorliegenden Arbeit wurden ausgewählte Hakenzahnerkrankungen bei Pferden aus dem stationären Patientengut der Klinik für Pferde, Allgemeine Chirurgie und Radiologie der Freien Universität Berlin im Zeitraum vom 14.05.2003 bis zum 09.12. 2003 untersucht. Besondere Berücksichtigung erfuhr dabei die Erkrankungsverteilung nach Geschlecht, Rasse und Alter. Mit einbezogen wurden auch 146 Kopfröntgenbilder aus dem Röntgenarchiv der Klinik für Pferde. Anhand dieser Aufnahmen erfolgte eine retrospektive Beschreibung der röntgenologisch diagnostizierbaren Hakenzahnerkrankungen, sowie deren Verteilung nach Geschlecht, Rasse und Alter. Insgesamt wurden 164 Pferde, 57 weibliche und 107 männliche, untersucht. Bei Stuten konnten keine Hakenzahnerkrankungen gefunden werden. Von den 107 männlichen Pferden konnten bei 90 Pferden die folgenden Hakenzahnerkrankungen diagnostiziert werden: Zahnstein (53%), Zahnspitzen (16,8%), Gingivitis (5,6%), Zementhypoplasie (3,7%), Hakenzahnkaries (2,8%) und Hakenzahnfraktur (1,8%). Dabei zeigte sich, dass die Mehrzahl der Pferde die an den Zahnsteinerkrankungen Hakenzahnfraktur und Hakenzahnspitzen litten, unter 10 Jahren alt waren. Gingivitis wurde hauptsächlich bei Pferden im Alter von 15 Jahren nachgewiesen. Hakenzahnkaries zeigte sich bei 3 Pferden im Alter bis zu 4 Jahren, während Zementhypoplasie bei Patienten aus der Altersgruppe über 16 Jahren diagnostiziert wurde. Bei den mikrobiologischen Untersuchungen der Zahnsteinproben von 15 Patienten wurden 14 Gattungen anaerober Bakterien und 2 Gattungen aerober Bakterien nachgewiesen. Bei den obligaten Anaerobier dominiereten die Gattungen Fusobacterium, Prevotella und Actinobacillus. Die Gattung Streptococcus war bei den fakultativ anaeroben Bakterien mit einem Anteil von 70% und die Gattung Staphylococcus mit einem Anteil von 27% nachweisbar.