Fachbereich Veterinärmedizin


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    Chemotaxis von T-Zellsubpopulationen ex vivo (2002)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Debes, Gudrun
    Quelle
    — 145 Seiten
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000000902
    Kontakt
    Institut für Immunologie und Molekularbiologie

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35
    14163 Berlin
    +49 30 838 51834

    Abstract / Zusammenfassung

    Chemokine sind wichtig in der Homýostase und Regulation des Immunsystems.Neben ihrer Fýhigkeit Lymphozyten in lymphatische Organe und distinkte Gewebskompartimente zu locken,erfýllen sie wichtige Funktionen in Entzýndung. Von Studien mit in vitro erzeugten Th1-und Th2-Zellen ist bekannt,dass diese Zellen differentiell auf chemotaktische Einflýsse reagieren.Um zu klýren,ob dies auch fýr CD4 + Effektor/Memory T-Zellen gilt,die in vivo entstanden sind,wurden solche Zellen aus Milzen unbeeinflusster und immunisierter Mýuse gewonnen und ex vivo im Chemotaxisassay eingesetzt.Hierbei wurde die Migration zu verschiedenen induzierbaren und homýostatischen Chemokinen getestet. Die Ergebnisse zeigen,dass IL-4 produzierende T-Zellen die hýchste Antwortfýhigkeit gegenýber dem ýTh2-Chemokin"CCL17 zeigten,wýhrend das ýTh1-Chemokin"CXCL9 prýferentiell,aber nicht ausschlieýlich,IFN-? -produzierende T-Zellen anlockte. CXCL13,ein Chemokin,das fýr die Verteilung von T-und B-Zellen in den B-Zell-Follikel lymphatischer Organe verantwortlich ist,hat bevorzugt IL-10-produzierende T-Zellen angelockt,wohingegen andere Zytokinproduzenten weniger reagierten.Nach Immunisierung ýnderte sich dieses Migrationsprofil und IL-4 + T-Zellen waren die am stýrksten reaktive Fraktion zu CXCL13. Der korrespondierende Rezeptor fýr CCL21 und CCL19,CCR7 wurde,wie in der Literatur berichtet,hauptsýchlich auf der in vitro erzeugten Th1-Subpopulation gefunden.Im Gegensatz dazu,konnte ex vivo eine starke Migration von IL-4 und/oder IFN-? - produzierenden T-Zellen zu CCL21 detektiert werden. CCR7 wurde zuvor beschrieben humane Memory T-Zellen in zwei funktionell unterschiedliche Subpopulationen zu trennen,wobei alle Zytokinproduzenten innerhalb der CCR7-negativen Fraktion liegen sollten.In der vorliegenden Studie migrierten dagegen die meisten der murinen oder humanen Effektor/Memory T-Zellen zu CCR7-Liganden.Im Einklang dazu,zeigten die Zellen auch eine positive Oberfýchenfýrbung fýr den Rezeptor. Durch Versuche mit CCR7 -/- -Mýusen konnte gezeigt werden,dass CCR7 der einzige Rezeptor ist,der fýr die Chemotaxis zu CCL21 verantwortlich ist.CCR7-defiziente Th1- Zellen waren in ihrer Fýhigkeit in Lymphknoten und Peyer´sche Plaques zu migrieren stark beeintrýchtigt,aber in der Lage in eine Hautentzýndung einzudringen. Die Ergebnisse weisen daraufhin,dass Effektor/Memory T-Zellen zwar subpopulationsspezifische Prýferenzen fýr induzierbare Chemokine besitzen,diese aber weniger streng ausfallen,als fýr in vitro differenzierte Effektorzellen.Auýerdem behalten in vivo erzeugte Effektor/Memory T-Zellen ihre Fýhigkeit in sekundýre lymphatische Organe durch CCR7 zu rezirkulieren.