Fachbereich Veterinärmedizin


Service-Navigation

    Publikationsdatenbank

    Vergleichende Untersuchungen am immun- und nichtimmunmodulierten Schwein nach subkutaner Implantation in vitro präformierter Knorpelgewebe : eine experimentelle Studie (2005)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Becker, Anja
    Quelle
    — 144 Seiten
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000001720
    Kontakt
    Institut für Immunologie

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35
    14163 Berlin
    +49 30 838 51834

    Abstract / Zusammenfassung

    Im Rahmen dieser Tissue Engineering-Studie wurde an autolgen aurikulären Knorpeltransplantaten von je 3 - zum Teil immunmodulierten – Hausschweinen in 2 Versuchstiergruppen die Bildung von neuem Knorpelgewebe und die entzündlichen Reaktionen untersucht. Dabei wurden die enzymatisch isolierten porcinen Ohrchondrozyten amplifiziert und anschließend in dreidimensionale Konstrukte überführt, die Fasergerüste aus Polyglykolid-Polylaktid bzw. Kieselgel und/oder Fibrinkleber enthielten. Nach einer mehrtägigen Vorkultivierungsphase wurden die Transplantate den Schweinen subkutan re-implantiert. Nach 3, 8,16 und 31 Tagen wurden die Konstrukte wieder explantiert und sowohl makroskopisch als auch mikroskopisch untersucht. Es zeigte sich bei den immunmodulierten Polyglykolid-Polylaktid-Transplantaten eine Ausbildung von Kalzifizierungen und metaplastischen Verknöcherungen. In faserfreien Konstrukten der mit Cortison behandelten Schweine wurden Chondrozyten nachgewiesen, die jedoch degeneriert waren. Blutuntersuchungen lieferten keine Hinweise auf unerwünschte Nebenwirkungen der Glukokortikoidtherapie. In parallelen in vitro Untersuchungen konnte kein Vorteil eines Zusatzes von Schweineserum zum Monolayerkulturmedium gegenüber der Verwendung von FCS gesehen werden. Auch in vitro konnten degenerierte Knorpelzellen nachgewiesen werden, wobei der Degenerationsgrad mit der Kultivierungszeit und fortschreitender Proliferation der Zellen abnahm. Um in der nahen Zukunft dem Patienten mit traumatisch oder kongenital bedingtem Ohrknorpelverlust ein kosmetisch zufriedenstellendes autologes Knorpeltransplantat bieten zu können, muss es das Bestreben sein, in ergänzenden Untersuchungen die Transplantatzusammensetzung und deren Kultivierungsbedingungen zu optimieren.