Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Einsatz melkhygienischer Maßnahmen in großen Milchviehbetrieben in Brandenburg - Beziehungen zur Eutergesundheit (2005)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Tenhagen, B. A.
    Köster, G.
    Heuwieser, W.
    Kongress
    Milchkonferenz 2005
    Kiel, 29. – 30.09.2005
    Quelle
    Milchkonferenz 2005 - Programm, Abstracts, Teilnehmer
    Kiel, 2005 — S. 67
    Kontakt
    Tierklinik für Fortpflanzung

    Königsweg 65
    Haus 27
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62618 Fax.+49 30 838 62620
    email:fortpflanzungsklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    In einer Querschnittsuntersuchung wurden in 80 Brandenburger
    Milchviehbetrieben (ø 300 Kühe) Daten zur Melkhygiene und Melkarbeit
    erhoben und zu den Zellgehalten der Milch der Kühe hei der
    Milchleistungsprüfung in Beziehung gesetzt. Die Tiere wurden überwiegend
    (97,5 %) in Laufställen gehalten und in verschiedenen Melkstandtypen (65%
    Fischgräte, 18 % Karussell, 9 % Tandem, 8% Side by side) gemolken.
    Klassische Elemente von Mastitis-Kontrollprogrammen wurden in den meisten
    Betrieben angewandt (Zitzendippen nach dem Melken (97,5%), Einmal-
    Eutertücher 80%, Vorgemelkskontrolle 100%). Auch die Zwischendesinfektion
    von Melkzeugen nach jeder Kuh wurde von 65% der Betriebe angewandt.
    Insgesamt stieg der Umfang der angewandten Hygienemaßnahmen mit
    steigender Betriebsgröße. Große Unterschiede gab es in der Konsequenz der
    Umsetzung der Maßnahmen. So wurde in 27,6 der Betriebe, die von Hand
    dippten, diese Maßnahmen von den Melkern nicht konsequent umgesetzt. Die
    Kontrolle des Vorgemelks führte in 32,5% der Herden nicht zur sicheren
    Erkennung klinischer Mastitiden. Diese nicht konsequente Umsetzung hatte
    einen signifikant negativen Effekt auf den Zellgehalt der Milch bei der
    Milchleistungsprüfung. Die Ergebnisse zeigen, dass in den meisten Betrieben
    durchaus ein Bewusstsein für die Bedeutung melkhygienischer Maßnahmen au(
    der Leitungsebene besteht, die Umsetzung dieser Maßnahmen im Melkstand
    aber oft nur inkonsequent erfolgt.