Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Untersuchungen zur Pharmakokinetik von NADH in vivo und in vitro (2005)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Kappes, Kathrin
    Quelle
    Berlin: Mensch und Buch Verl, 2005 — 99 Seiten
    ISBN: 978-3-86664-054-2
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000002161
    Kontakt
    Institut für Pharmakologie und Toxikologie

    Koserstr. 20
    14195 Berlin
    +49 30 838 53221
    pharmakologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    NADH ist eines der wichtigsten Coenzyme des Intermediärstoffwechsels. In den von der Verdauung bis zur eigentlichen Synthese von ATP zwischengeschalteten Prozessen fängt es freiwerdende energiereiche Elektronen ein und transportiert diese zum nächstfolgenden Reaktionsort. Besondere Bedeutung hat NADH als Elektronentransportmedium im Krebs-Zyklus und der oxidativen Phosphorylierung. NADH ändert zu diesem Zweck seinen Redoxzustand und wechselt nach Bedarf zwischen oxidierter (energiearmer) Form NAD+ und reduzierter (energiereicher) Form NADH. Von der zentralen Rolle des NADH ausgehend entstanden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Forschungsansätze, die einen möglichen Einfluss desselben auf Pathogenese und Symptomatologie verschiedener Krankheiten (z.B. Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson) untersuchten. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, verschiedene Aspekte der Pharmakokinetik von NADH zu untersuchen. Im ersten Teil (prüften wir an einem in vitro Darmmodell (everted gut sac), ob NADH intestinal resorbiert wird. Die Resorptionsquote von NADH wurde mit der von Diazepam, einer intestinal gut resorbierbaren, und g-Strophantin, einer intestinal schlecht resorbierbaren Substanz, verglichen. Untersucht wurden drei verschiedene NADH Dosen: 10mg, 50mg und 100mg/kg. Der Vergleich zeigt, dass die Resorptionsquoten aller untersuchten NADH Dosen unterhalb der für g-Strophantin ermittelten Resorptionsquote lagen. Im zweiten Teil der Arbeit untersuchten wir, ob sich die zentrale Bioverfügbarkeit von NADH im Kortex der narkotisierten Ratte durch sublinguale NADH bzw. NAD+ Gabe beeinflussen lässt. Das Redoxsystem NADH/NAD+ besitzt optische Eigenschaften, die es geradezu ideal für den Nachweis mittels spektroskopischer Verfahren, wie der laserinduzierten Fluoreszenzspektroskopie (LIF), machen. Ausschließlich die reduzierte Form NADH reagiert auf Bestrahlung der Wellenlänge λ = 340nm mit Emission eines charakteristischen Fluoreszenzsprektrums (Maximum bei λ = 465nm). Das emittierte Fluoreszenzsignal ist der intrazellulären NADH Konzentration proportional. Die zentrale Bioverfügbarkeit von NADH nach sublingualer Verabreichung dreier unterschiedlicher Dosen NADH (10mg, 50mg und 100mg/kg) und NAD+ (10mg, 50mg und 100mg/kg) wurde im Kortex der narkotisierten Ratte unter Anwendung eines laserinduzierten fluoreszenzspektroskopischen Verfahrens untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die zentrale Bioverfügbarkeit von NADH ausschließlich nach Gabe von NADH 100mg/kg derart beeinflusst wird, dass es zu einem signifikanten Anstieg der NADH Fluoreszenz im Kortex kommt.