Fachbereich Veterinärmedizin


Service-Navigation

    Publikationsdatenbank

    Linea alba unguis (Zona alba) zur weißen Linie des Pferdehufes (2008)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Zadow, Charlotte
    Quelle
    Berlin: mbv, 2008 — 153 Seiten
    ISBN: 978-3-86664-377-2
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000004142
    Kontakt
    Institut für Veterinär-Anatomie

    Koserstr. 20
    14195 Berlin
    Tel.+49 30 838 53555 Fax.+49 30 838-53480
    email:anatomie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    In der Semizirkumferenz des Hufes wurde die weiße Linie mittels mesoskopischer und lichtmikroskopischer Methoden an insgesamt 21 rechten adulten Vorderhufen und einem juvenilen rechten Vorderhuf untersucht. Hierbei wurden die Hufe vor Probenentnahme und morphometrischer Beurteilung einer genau definierten Hufzubereitung unterzogen und anatomische Orientierungspunkte herausgearbeitet, um reproduzierbare und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Es wurden an der weißen Linie sowohl mesoskopische als auch mikroskopische Parameter ermittelt, wofür histologische Präparate mit PAS-Färbung von je neun definierten Arealen der weißen Linie angefertigt wurden. Zusätzlich wurden einige Parameter der Hornkapsel bestimmt, um Zusammenhänge zwischen ihr und der individuellen Struktur der weißen Linie zu erkennen.
    Die Breite, Höhe und Zusammensetzung der weißen Linie variieren sehr stark in Abhängig-keit von ihrer Lokalisation in der Semizirkumferenz des Hufes. Die weiße Linie ist im Zehenrückenteil am breitesten und nimmt nach palmar ab. Die primären Epidermisblättchen (Hornblättchen) sind im Zehenrückenteil sehr viel dichter aneinander gedrängt und von gestrecktem Verlauf. Je weiter nach palmar, desto größer sind die Abstände zwischen den schmaler werdenden Blättchen, deren Verlauf zunehmend gebogen ist. Gleichzeitig nimmt die Menge des weichen Zwischenblättchenhornes nach palmar zu. Dies spiegelt die Funktion des Hufbeinträgers in den korrespondierenden Gebieten wieder: in der vorderen Hufhälfte dominiert die Aufhängung des Hufbeines (=Tragefunktion), in der hinteren Hufhälfte die elastische Verankerung, die die Bewegung der Hornkapsel seitlich eingrenzt. Die Spitzen der Hornblättchen zeigen, außer im Eckstrebenbereich, immer in Richtung Hufmittelpunkt. Die Größe, Anzahl und Anordnung der Terminalhornröhrchen variieren sehr stark zwischen den Hufen und innerhalb eines Hufes. Häufig sind in einem Zwischenblättchenspalt zusätzliche Reihen ausgebildet oder die Terminalhornröhrchen liegen ohne erkennbare Regelmäßigkeit der Anordnung vor. Besonders im palmaren Hufbereich sind die Bestandteile der weißen Linie (Blättchen sowie Terminal- und Kappenhornröhrchen) stark individuell ausgeprägt.