Fachbereich Veterinärmedizin


Service-Navigation

    Publikationsdatenbank

    Gewebedoppler-Schnittebenen der myokardialen Wandbewegungsanalyse beim Pferd (2008)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Klaus, C.
    Schmitz, R.
    Grabner, A.
    Kongress
    13. Jahrestagung der DVG-Fachgruppe Innere Medizin und Klinische Laboratoriumsdiagnostik
    Gießen, 02. – 03.02.2008
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe G, Großtiere, Nutztiere; 36(A6)
    ISSN: 1434-1220
    Kontakt
    Institut für Veterinär-Epidemiologie und Biometrie

    Königsweg 67
    Gebäude 21, 1. OG
    14163 Berlin
    Tel.: +49 30 838 62901 (Sekretariat)
    Fax: +49 (30) 838 4 71714

    Abstract / Zusammenfassung

    Gegenstand: Die Gewebedoppler-Echokardiographie (GDE) hat
    sich im Laufe des letzten Jahrzehnts als ein Routinediagnostikum in
    der Humanmedizin etabliert. Mittlerweile findet sie auch zunehmend
    in der Kleintiermedizin Anwendung. Erste Studien deuten eine
    bedingte Einsatzfähigkeit auch beim Pferd an. Ziel der vorgestellten
    Arbeit soll es sein, die humanmedizinisch am Myokard angewendeten
    GDE-Schnittebenen gemäß dem 16-Segment-Modell der
    American Society of Echocardiography hinsichtlich Ihrer Übertragbarkeit
    auf das Pferd zu überprüfen. Material und Methode:An der
    Klinik für Pferde der Freien Universität Berlin wurden hierzu 8 herzgesunde
    Pferde, nach klinischer und konventioneller (B-Mode,
    M-Mode) echokardiographischer Untersuchung, mittels farbkodierter
    und Spektral-GDE untersucht. Die farbkodierte GDE wurde an
    insgesamt 6 linksventrikulären Messpunkten durchgeführt Die Messungen
    mittels Spektraldoppler erfolgten an 5 verschiedenen Positionen
    der linken Herzkammer. Zusätzlich wurden an den gleichen
    Messpunkten 7 Pferde mit beiden Modi untersucht. Diese Probanden
    wiesen insgesamt mindestens eine mittelgradige Aortenklappeninsuffizienz
    und eine Dilatation des linken Ventrikels auf. Bei
    5 Pferden bestand zusätzlich eine Mitralklappeninsuffizienz mit
    Dilatation des linken Atriums. Die Messungen umfassten jeweils
    3 komplette Herzzyklen, die digital als Cineloop gespeichert wurden.
    In jedem Zyklus wurden anschließend off-line die Geschwindigkeiten
    in jeweils 6 Herzzyklusphasen gemessen. Anhand eines
    mitlaufenden EKGs konnten die Geschwindigkeiten in der isovolämischen
    Kontraktionsphase, die systolische Spitzengeschwindigkeit,
    die isovolämische Relaxationsphase, die früh-diastolische Spitzengeschwindigkeit,
    die Diastase und die spätdiastolische Geschwindigkeit
    bestimmt werden. Ergebnisse und Diskussion: Eine
    Übertragbarkeit der humanmedizinischen Messpunkte erwies sich
    nur als teilweise möglich. Eine Bestimmung der longitudinalen
    Myokardbewegung ist beim Pferd nicht möglich. Messungen der radiären
    Bewegungsgeschwindigkeit hingegen gelangen an allen hierfür beim Menschen vorgesehenen Messpositionen. Von den 6 Herzzyklusphasen
    eignen sich vor allem die systolische sowie die frühe
    und späte diastolische Phase, um Unterschiede zwischen den Versuchsgruppen
    der Herzkranken und der Herzgesunden zu beschreiben.
    Differenzen zwischen den Gruppen waren auch in Abhängigkeit
    zum untersuchten Herzsegment unterschiedlich stark gegeben.