Fachbereich Veterinärmedizin


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    MR-Angiographie von Venen mit superparamagnetischen Eisenoxidpartikeln als angiographisches Kontrastmittel : experimentelle Studie an Ratten mit venösen Thromben definierten Alters (2005)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Hansel, Jörg
    Quelle
    Berlin: Mensch und Buch Verl, 2005 — IV, 79 Seiten
    ISBN: 3-89820-964-4
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000002530
    Kontakt
    Institut für Tierschutz und Tierverhalten

    Königsweg 67
    Gebäude 21, 1. OG
    14163 Berlin
    +49 30 838 62901
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    Abstract / Zusammenfassung

    Ziel dieser Arbeit war die MR-angiographische Detektion und Charakterisierung von Throm-ben in venösen Gefäßen. Estmalig wurden dazu eisenhaltige Nanopartikel (DDM 43/34) in der Dosis von 30 mol / kg eingesetzt. Sid sollten histologisch nachgewiesen werden. Dazu wurden in 6 Altersgruppen á 7 Tieren, 3 Kontrolltiere und je ein Tier zur Überprüfung der Laserinduktion bzw. elektrischen Herbeiführung eines intravalsalen Gerinnsels untersucht. Ein Thrombosemodell bei der Ratte sollte etabliert werden. Die Induktion mittels Strom und Laserstrahlen führten zu histologisch unbefriedigenden Ergebnissen. Durch die histologische und MR-tomographische Untersuchung (klinisches Gerät mit 1,5 Tesla) von unterschiedlich alten an der Vena jugularis von Wistar-Ratten mittels Thrombin chirurgisch induzieten Blutkoageln konnte in diesem Versuchsvorhaben folgendes gezeigt werden: • Thromben werden in der MR-Angiographie als Signalaussparungen dargestellt. • Mit der SPIO-unterstützten MRA lassen sich im Tierexperiment ein ausreichender Gefäßkontrast erzielen und Thromben sicher darstellen. • Aufgrund der Größe der Veränderungen (Blutkoageln) erschweren histologisch inkomplette Darstellungen und angiographisch Partialvolumeneffekte den Vergleich von angiographischem und histologischem Ergebnis. • Klinische MR-Tomographen erreichen keine lichtmikroskopische Genauigkeit und benötigen sehr lange Aufnahmezeiten. Dies führt am lebenden Subjekt zu schlechter MR-Bildqualität aufgrund von Verwacklungen. • Das Kontrastmittel DDM43/34 kann für eine angiographische Wirkung extrem niedrig dosiert werden. • Dies war der erste Einsatz von Nanopartikeln zur Darstellung und Charakterisierung von Thromben. Wenn die Partikel z.B. mit geeigneten Antikörpern gegen Epitope von Thromben versehen werden können, ist diese Idee (bei zunehmender Auflösungs- kraft der MR-Tomographen) weiterhin reizvoll und erfolgversprechender. • Zur Zeit bietet der Einsatz von DDM 43/34 in der MR-Angiographie eine gute Aus-sagekraft über das Vorhandensein oder Fehlen, aber nur eine bedingte Aussagekraft über die Morphologie von intravasalen Blutkoageln der Ratte.