Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Prävalenz von Helminthen bei Pferden im Bundesland Brandenburg (2007)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Hinney, B.
    Wirtherle, C.
    Kyule, M.
    Zessin, K-H
    Schein, E.
    Clausen, P-H
    Kongress
    Diagnostik, Epidemiologie und Bekämpfung von Parasitosen bei Nutz-, Haus- und Heimtieren
    Celle, 04. – 06.06.2007
    Quelle
    Tagung der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft; Fachgruppe Parasitologie und parasitäre Krankheiten
    Kontakt
    Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35, 22, 23
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62310 Fax.+49 30 838 62323
    email:parasitologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    In einer epidemiologischen Studie wurde die Prävalenz von Helminthen bei Pferden in Brandenburg bestimmt, sowie die von den Pferdehaltern angewandten Bekämpfungs-maßnahmen erfasst.
    Von Juni bis Dezember 2006 wurden die in Brandenburg registrierten 700 pferdehaltenden Betriebe mittels eines Fragebogens angeschrieben und Informationen zu Entwurmung, Weide- und Betriebsmanagement abgefragt. Die Rücklaufquote betrug 33,6%. Per Zufallsgenerator wurden für die Untersuchungen 126 Betriebe ausgewählt. Pro Betrieb wurden alle bis max. 15 Tiere koproskopisch untersucht. Zur Anwendung kamen kombinierte Sedimentation/Flotation (kS/F), McMaster-Methode, Sedimentation, Larvenauswanderungs-verfahren, Klebestreifenmethode und Larvenkultur.
    Folgende Prävalenzen von Helminthen wurden auf Betriebsebene festgestellt: Magen-Darm-Strongyliden (MDS) 98,4%, Spulwürmer (SW) 16,7%, Bandwürmer (BW) 14,3%, Pfriemen-schwänze (Ox) 8,7%. Die Ergebnisse von kS/F und McMaster waren nur schwach korreliert. Das Risiko einer Infektion mit MDS, OX und SW stieg mit der Haltung von Jungtieren und zunehmender Betriebsgröße signifikant an. Die Höhe der Ausscheidung von MDS-Eiern stieg signifikant bei Haltungsformen mit sehr langer Beweidungsdauer, niedriger Besatzdichte, Wechselbeweidung mit anderen Tieren, unregelmäßigem Ausmisten und in Betrieben, bei denen die Besitzer Entwurmungsmittel individuell nach Gewicht dosierten. Pferde auf Betrieben, auf denen Kot von der Weide abgesammelt wurde, zeigten eine signifikant geringere Ausscheidung von MDS-Eiern.