Fachbereich Veterinärmedizin


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    Prevalence of clinical and subclinical endometritis and their impact on reproductive performance in grazing dairy cattle in Buenos Aires Province, Argentina (2010)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Plöntzke, J.
    Quelle
    Berlin: Mensch und Buch Verl., 2010 — 87 Seiten
    Sprache
    Englisch
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000022646
    Kontakt
    Tierklinik für Fortpflanzung

    Königsweg 65
    Haus 27
    14163 Berlin
    +49 30 838 62618
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    Abstract / Zusammenfassung

    In den letzten Jahren berichteten mehrere Studien über das Vorkommen klinischer und subklinischer Endometritiden und deren Auswirkung auf die folgende Fruchtbarkeit bei Milchkühen. Die Mehrzahl dieser Studien wurde in den westlichen Industrieländern unter intensiven Haltungsbedingungen durchgeführt. Über Vorkommen und Auswirkung der Erkrankung in Regionen mit extensiven Haltungssystemen ist nur wenig bekannt. Die vorliegende Studie hatte das Anliegen, die Prävalenz klinischer und subklinischer Endometritiden sowie deren Auswirkung auf die nachfolgende Fruchtbarkeit bei extensiv gehaltenen Milchkühen in Argentinien zu ermitteln.
    Die Studie wurde auf drei Milch produzierenden Betrieben in der Provinz Buenos Aires, Argentinien, durchgeführt. Insgesamt 243 Milchkühe der Rasse Holstein Friesian wurden zwischen 18 und 38 Tagen nach der Geburt (dpp) mittels manueller vaginaler Untersuchung auf Anzeichen einer klinischen Endometritis untersucht. Das bei der manuellen vaginalen Untersuchung vorgefundene Sekret wurde in die Kategorien VDS 0 (klar, durchscheinend), VDS 1 (mucupurulent), VDS 2 (purulent) und VDS 3 (purulent, übel riechend) eingeteilt. Kühe mit VDS 1, VDS 2 und VDS 3 wurden als an einer klinischen Endometrtitis erkrankt, Kühe mit VDS 0 als frei von klinischer Endometritis angesehen. Bei nicht an einer klinischen Endometritis erkrankten Tieren (VDS 0) wurde mit der Cytobrush Methode ein Zellabstrich aus dem Uterus zur Diagnose einer subklinischen Endometritis gewonnen. Eine Kuh galt als an einer subklinischer Endometritis erkrankt, wenn in der endometrialen Zellprobe mehr als 5% polymorphkernige neutrophile Granulozyten (PMN) gezählt wurden. Alle Kühe wurden 14 Tage später nach dem gleichen SDie Prävalenz klinischer Endometritiden betrug 35% und fiel zur Wiederholungsuntersuchung auf 18%. Das Risiko der Diagnose einer klinischen Endometritis war höher bei azyklischen Kühen ohne palpierbare Follikel oder Gelbkörper zum Untersuchungszeitpunkt als bei zyklischen Tieren. Ebenso erhöhten peripartale Störungen das Risiko der Erkrankung. Kühe mit VDS 2+3 hatten eine geringere Chance tragend zu werden und der Anteil tragender Kühe war geringer in dieser Gruppe nach 360 dpp (66% vs 78%) verglichen mit der Referenzgruppe VDS 0 (HR = 0.49; P = 0.01). Kühe mit einer klinischen Endometritis benötigten eine künstliche Besamung mehr um tragend zu werden als Kühe mit VDS 0 (4.4 vs 3.1; P = 0.04). Für Kühe mit einer klinischen Endometritis war es 1.6-mal wahrscheinlicher aus der Herde auszuscheiden als für nicht betroffene Herdengenossinnen. Die Prävalenz subklinischer Endometritiden zwischen 18 und 38 dpp betrug 38% und fiel zur Wiederholungsuntersuchung auf 19%. Subklinische Endometritiden hatten keinen Einfluss auf den Erstbesamungserfolg, Rastzeit und Güstzeit.
    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Prävalenz klinischer und subklinischer Endometritiden unter extensiven Haltungsbedingungen in Argentinien vergleichbar mit der unter intensiven Haltungsbedingungen war. Klinische Endometritiden hatten einen signifikanten Effekt auf die Fruchtbarkeit, nicht jedoch subklinische Endometritiden.chema erneut untersucht.