Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Untersuchungen zur Leber-Expression nach Langzeitfütterung von Ratten mit gentechnisch modifiziertem Mais MON810 (2018)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Ran, Guangyao (WE 3)
    Bohmer, Marc (WE 3)
    Sharbati, Soroush (WE 3)
    Einspanier, Ralf (WE 3)
    Kongress
    23. Tagung der DVG-Fachgruppe Physiologie und Biochemie der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft
    Veterinärmedizinische Universtität Wien, 21. – 23.02.2018
    Quelle
    23. Tagung der Fachgruppe Physiologie und Biochemie der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft : PROGRAMM & ABSTRACTS — Veterinärmedizinische Universität Wien (Hrsg.)
    — S. 76
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.vetmeduni.ac.at/fileadmin/v/DVG-Tagung-2018/160218_Abstract_Program_Guide_sortiert_final.pdf
    Kontakt
    Institut für Veterinär-Biochemie

    Oertzenweg 19 b
    14163 Berlin
    +49 30 838 62225
    biochemie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Die Sicherheit gentechnisch modifizierter (GM) Lebens/Futtermittel wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Die Charakterisierung möglicher Gesundheitsrisiken von GMLebens/Futtermitteln wird durch standardisierte 90d-Fütterungsversuche an Ratten durchgeführt. Wir haben in einer Langzeitfütterungsstudie mit GM-Mais (MON810) die Expressionsprofile in Rattenleber erfasst, um mögliche systemische Effekte auf den Leberstoffwechsel nachzuweisen. Nach 1-jähriger Fütterung von Gruppen von jeweils 24 männlichen bzw. weiblichen Ratten mit 33% GM-Maisanteil im Vergleich zu non-GM-Mais wurde Leber-mRNA und -Protein isoliert. Zuerst wurden ausgesuchte mRNA-Leber-Profile (87 Gene korrelierend mit Apotose, unfolded protein, NF-κB und DNA-Reparatur) in GMMais-
    gefütterten Ratten im Vergleich zu Kontrolltieren mittels qRT-PCR quantifiziert. Dann wurden mittels Western Blot potentiell regulierte Proteine des NF-κB-Stoffwechselwegs näher analysiert. Mehrheitlich NF-κB-relevante Gene zeigten signifikante Konzentrations-Unterschiede zwischen GM und non-GM-gefütterten Ratten. Nach Quantifizierung der korrespondierenden Proteine konnten aber im Gegensatz zur mRNA-Regulation keine signifikanten Unterschiede in der Protein-Expression dargestellt werden. Unterschiede in der mRNA-Expression in Lebern von mit GM-Mais gefütterten Ratten gehen demnach nicht immer mit einer entsprechenden Änderung der Proteinmenge einher. Physiologische Lebereffekte, welche durch eine 33% GM-Mais-Langzeit-Fütterung ausgelöst worden sind, erscheinen in dieser Ratten-Fütterungsstudie unwahrscheinlich. Dies wirft die generelle Frage auf, inwieweit die alleinige Erfassung der mRNA-Konzentrationen in Fütterungsversuchen eine Aussage über mögliche biologische Auswirkungen zulässt, wenn korrespondierende Proteine nicht reguliert erscheinen.