Fachbereich Veterinärmedizin


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    Untersuchungen zur Zinkkonzentration in unterschiedlichen Probenmedien von Milchkühen und Ableitung von Referenzwerten (2017)

    Art
    Zeitschriftenartikel / wissenschaftlicher Beitrag
    Autoren
    Pieper, Laura (WE 18)
    Schmidt, Fabian
    Müller, Anja-Elvira
    Staufenbiel, Rudolf (WE 18)
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe G, Großtiere, Nutztiere; 45(3) — S. 213–218
    ISSN: 1434-1220
    Verweise
    URL (Volltext): https://tpg.schattauer.de/de/inhalt/ahead-of-print/may-08-2017/issue/special/manuscript/27509/show.html
    DOI: 10.15653/TPG-160741
    Kontakt
    Klinik für Klauentiere

    Königsweg 65
    Gebäude 26
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62261 Fax.+49 30 838 62512
    email:klauentierklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Gegenstand und Ziel: Zink spielt bei vielen Körperfunktionen eine Schlüsselrolle und ist für die Gesundheit und Fruchtbarkeit von enormer Bedeutung. Die Beurteilung der Zinkversorgung kann durch Analyse von Blut-, Harn- oder Haarproben erfolgen. Ziel der Studie war, Referenzwerte für die unterschiedlichen Probenmedien und Laktationszeitpunkte für die Herdenuntersuchung deutscher Milchviehherden zu bestimmen. Material und Methoden: Daten von 1515 Herden, die im Rahmen der Bestandsbetreuung der Klauentierklinik der Freien Universität Berlin zwischen 1995 und 2012 beprobt wurden, gingen in die Analyse ein. Die Zinkkonzentration wurden in Serum, Plasma, Vollblut, Haar und Harn der Poolproben von 7–10 Tieren pro Gruppe bestimmt. In Herden mit mehr als 200 Tieren wurden Kühe aus fünf Gruppen beprobt (8–3 Wochen ante partum [a. p.], 3–0 Wochen a. p., 0–1 Wochen post partum [p. p.], 3–5 Wochen p. p. und 15–18 Wochen p. p.). In Herden mit weniger als 200 Tieren beschränkte sich die Beprobung auf vier Gruppen (8–3 Wochen a. p., 3–0 Wochen a. p., 0–5 Wochen p. p. und 6–20 Wochen p. p.). Ergebnisse: Die Korrelationen zwischen den Zinkkonzentrationen in den Probenmedien variierten zwischen r = 0,001 (Vollblut und Harn) und r = 0,75 (Serum und Plasma). Die Zinkkonzentrationen in Serum und Plasma änderten sich schnell und folgten einer Laktationsdynamik mit den niedrigsten Werten um die Kalbung. In Vollblut und Haar änderten sich die Zinkkonzentrationen langsam und folgten der Laktationsdynamik zeitverzögert mit niedrigsten Werten einige Wochen nach der Kalbung. Referenzwerte für Poolproben für die unterschiedlichen Probenmedien und Laktationsstadien werden vorgeschlagen. Schlussfolgerungen und klinische Relevanz: Für die Diagnostik in unterschiedlichen Probenmedien und zu verschiedenen Laktationszeitpunkten müssen verschiedene Referenzwerte angewendet werden. Um mittels wiederholter Untersuchungen Veränderungen der Zinkversorgung beurteilen zu können, sollten dasselbe Probenmedium und derselbe Laktationszeitpunkt herangezogen werden.