Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Untersuchungen zum Auftreten der Schwanzspitzennekrose bei Mastbullen (2016)

    Art
    Hochschulschrift
    Autor
    Kordowitzki, Paul (WE 18)
    Quelle
    Berlin, 2016 — IV, 125 Seiten
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_103637
    Kontakt
    Klinik für Klauentiere

    Königsweg 65
    Gebäude 26
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62261 Fax.+49 30 838 62512
    email:klauentierklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Die vorliegende Arbeit bestand aus zwei Studienabschnitten. Im ersten Studienabschnitt wurden im Rahmen einer Observationsstudie die Schwanzspitzen von 147 Mastbullen der Rassen Deutsch Holstein (DH) und Fleckvieh (FLV) mit unterschiedlichen Körpergewichten klinisch untersucht und ihre täglichen Tageszunahmen errechnet. Im zweiten Studienabschnitt wurden 48 DH und 48 FLV Bullen in einer Kohortenstudie über die Zeitspanne von einem Jahr näher beobachtet und untersucht. Dabei fanden zwei unterschiedliche Besatzdichten Berücksichtigung, zum Einen 3,3m2/Tier und zum Anderen 2m2/Tier. Die Ergebnisse der Schwanzspitzenuntersuchung wurden mit Hilfe eines Score festgehalten. Ferner fanden zu jeder klinischen Untersuchung auch Blutabnahmen und –analysen statt, sowie am Tag der Schlachtung der Studientiere eine pH-Wert Messung des Pansensaftes. Ziel dieser Arbeit war es, anhand der Ergebnisse der oben aufgeführten Untersuchungen, Aussagen über Korrelation und Relevanz von Faktoren zu treffen, welche mit dem Auftreten der Schwanzspitzennekrose (SSN) beim Mastbullen in Verbindung stehen. Zusammenfassend lassen sich folgende Rückschlüsse aus dieser Arbeit ziehen:
    Es besteht eine signifikante (p≤0,01) Korrelation zwischen der Besatzdichte und der SSN- Inzidenz, womit die einleitende grundlegende Fragestellung dieses wissenschaftlichen Vorhabens positiv beantwortet werden kann und die Relevanz dieses Faktors gegeben ist. Erste Läsionen treten bereits bei Tieren ab einem Körpergewicht von 200±34kg auf. In beiden Studienabschnitten konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den untersuchten Rassen DH und FLV beobachtet werden, wenngleich eine unterschiedliche Gewichtsentwicklung vorliegt. Aus der einmaligen Erhebung des Pansensaft pH-Wertes geht eine hoch signifikante (p≤0,0001) Korrelation zwischen niedrigen Pansensaft pH-Werten und Bonitierungsnoten größer eins hervor. Ebenso liegt eine signifikante Korrelation zwischen der ermittelten Leukozytose und Hyperproteinämie und den Bonitierunsnoten größer 1 vor, unabhängig von der Besatzdichte oder Rasse. Die im älteren Schriftum erwähnte Mykotoxin Belastung des Futters als Ursache für das Auftreten der Schwanzspitzennekrose konnte nicht nachgewiesen werden. Die Anreicherung der TMR mit Stroh hatte keinen signifikanten Einfluss auf die Veränderungen an der Schwanzspitze der Bullen.