Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Magnesiumsubstitution bei Pferden mit Equinem Metabolischem Syndrom (2016)

    Art
    Poster
    Autoren
    Winter, Judith (WE 17)
    Liertz, S.
    Merle, R.
    Gehlen, Heidrun (WE 17)
    Kongress
    24. Jahrestagung der Fachgruppe "Innere Medizin und Klinische Labordiagnostik der DVG (InnLab)“
    Berlin, 29. – 30.01.2016
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere; 44(2) — S. A 15
    ISSN: 1434-1239
    Kontakt
    Klinik für Pferde, allgemeine Chirurgie und Radiologie

    Oertzenweg 19 b
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62299 Fax.+49 30 838 62529
    email:pferdeklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 liegt häufig ein intrazellulärer Magnesiummangel vor. Eine Substitution von Magnesium kann die Insulinsensitivität verbessern und so die klinischen Auswirkungen der Diabeteserkrankung mindern. Das Ziel dieser Untersuchung war, den klinischen Einfluss einer Magnesiumzufütterung bei Pferden mit equinem metabolischen Syndrom zu untersuchen. Material und Methode: Bei fünf Pferden, bei denen ein positiver intravenöser Glukose-Insulin-Toleranztest (GITT) vorlag, erfolgte über 3 Monate eine Zufütterung von 30 mg/kg Magnesiumaspar - tathydrochlorid (Nupafeed®-liquid, Verla-Pharm). Im Anschluss wurde der GITT wiederholt. Außerdem wurden unter anderem der Magnesiumgehalt, die Proxies RISQUI und MIRG, der I/G-Quotient und der Fructosamingehalt im Serum vor und nach Substitution bestimmt. Das Management und die Fütterung der Tiere sollten in diesem Zeitraum nicht verändert werden.
    Ergebnisse: Alle Pferde vertrugen die Magnesiumzufütterung gut, es wurden keine Nebenwirkungen beobachtet. Bei der Nachuntersuchung nach 3 Monaten war der GITT bei drei von fünf Pferden negativ. Keines der Tiere hatte signifikant an Gewicht verloren oder den Cresty-Neck Score verbessert. Die restlichen Blutwerte, einschließlich des Magnesiumgehalts im Serum, zeigten keine signifikanten Veränderungen im Vergleich zur Situation vor der Zufütterung. Eine Messung der intrazellulären Magnesiumkonzentration ist derzeit beim Pferd noch nicht etabliert. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass eine Zufütterung von Magnesium auch bei Pferden mit metabolischem Syndrom und einem physiologischen Magnesiumserumgehalt positive Auswirkungen haben kann. Weitere Untersuchungen mit einer größeren Fallzahl sind jedoch nötig und in Planung.