Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Einfluss einer chronischen Lungenerkrankung und der Art der Inhalation auf die Nachweisbarkeit inhalativ verabreichten Budesonids beim Pferd (2016)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Barton, A. (WE 17)
    Heinemann, H.
    Machnik, M.
    Schenk, I.
    Gehlen, H. (WE 17)
    Kongress
    24. Jahrestagung der Fachgruppe "Innere Medizin und Klinische Labordiagnostik der DVG (InnLab)“
    Berlin, 29. – 30.01.2016
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere; 44(1) — S. A 7
    ISSN: 1434-1239
    Kontakt
    Klinik für Pferde, allgemeine Chirurgie und Radiologie

    Oertzenweg 19 b
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62299 Fax.+49 30 838 62529
    email:pferdeklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Hintergrund: In den vergangenen Jahren wurden Glukokortikoide beim Sportpferd zunehmend inhalativ verabreicht. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) gibt aktuell eine Karenzzeit von 7 Tage für Budesonid an. In dieser Studie wurde der Einfluss einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COB vs. Kontrolle) und der Inhalationsart (Ruhe vs. Belastung) auf die Nachweisbarkeit von Budesonid und seiner Metaboliten in Blut- und Urinproben untersucht.
    Material und Methoden: Nach den Ergebnissen der klinischen Untersuchung, arteriellen Blutgasanalyse, Endoskopie, BALF-Zytologie und Thoraxröntgen wurden 16 Pferde in die Studie aufgenommen, die entweder keine Anzeichen einer Lungenerkrankung zeigten (n = 8) oder bei denen eine COB (n = 8) diagnostiziert wurde. Vier Pferde jeder Gruppe wurden jeweils in Ruhe, die anderen zwei unter Belastung zweimal täglich mit Budesonid (3 g/kg) über 10 Tage inhaliert. Blut- und Urinproben wurden basal und zu mehreren Zeitpunkten 4–96 Stunden nach der letzten Inhalation gewonnen und auf Budesonid in Plasma und Urin sowie die Metaboliten Hydroxybudesonid und -prednisolon im Urin untersucht.
    Ergebnisse: Die Budesonidkonzentrationen waren bei den Pferden mit COB zu allen Zeitpunkten höher als bei den Kontrolltieren. Alle Proben dieser Pferde enthielten 96 Stunden nach der letzten Inhalation Budesonid oberhalb der Nachweisgrenze, während dies nur bei 25% der Kontrollpferde der Fall war. Auch bei den unter Belastung inhalierten Pferden waren die Budesonidkonzentrationen zu allen Zeitpunkten höher als bei den in Ruhe inhalierten, allerdings war der Unterschied nicht zu allen Zeitpunkten signifikant.
    Schlussfolgerung: Zusammenfassend führen die Ergebnisse der Studie zu der Empfehlung, die Zeitspanne bis zum Turniereinsatz bei lungenkranken Pferden, die unter Belastung inhaliert werden, zu verlängern.