Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Katheterassoziierte Venenerkrankungen beim Pferd - Diagnose und Therapie in der Praxis (2016)

    Art
    Zeitschriftenartikel / wissenschaftlicher Beitrag
    Autoren
    Müller, Carolin (WE 17)
    Gehlen, Heidrun (WE 17)
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe G, Großtiere, Nutztiere; 44(3) — S. 187–194
    ISSN: 1434-1220
    Verweise
    DOI: 10.15653/TPG-140417
    Kontakt
    Klinik für Pferde, allgemeine Chirurgie und Radiologie

    Oertzenweg 19 b
    14163 Berlin
    +49 30 838 62299
    pferdeklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Katheterassoziierte Venenveränderungen weisen bezüglich ihres klinischen Bildes und ihres klinischen Verlaufs eine hohe Variabilität auf. Unterschieden werden kann zwischen einem perivenösen Hämatom, einer Periphlebitis, Endophlebitis, Phlebothrombose oder septischen Thrombophlebitis. Die Diagnosestellung einer Venenerkrankung erfolgt durch eine klinische Untersuchung (Anstaubarkeit der Vene, Schwellungen, Schmerzhaftigkeit, vermehrte Wärme und eventuelle Exsudation im Bereich der Einstichstelle) sowie eine sonographische Darstellung der Vene (perivenöses Gewebe, Venenwand, Veneninhalt). Die Behandlung der Venenerkrankung richtet sich nach ihrer Ätiologie und Pathogenese und kann aus einer antikoagulatorischen (Heparin, Phenprocoumon), einer entzündungs- und schmerzhemmenden (nichtsteroidale Antiphlogistika) sowie bei Bedarf einer antibiotischen Therapie bestehen. Zur Prophylaxe von Venenerkrankungen ist ein gutes Kathetermanagement besonders wichtig. Hierzu gehören die richtige Auswahl des Kathetersystems (Langzeitkatheter aus Polyurethan), die Katheterpflege und die intensive Überwachung. Der Übersichtsartikel erläutert praxisnah die einzelnen Venenerkrankungen, ihre Diagnose und die therapeutischen Maßnahmen.