Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Infektionen mit Angiostrongylus vasorum beim Hund (2016)

    Art
    Poster
    Autoren
    Dorn, Diana (WE 20)
    Breit, Peter (WE 20)
    Kohn, Barbara (WE 20)
    Kongress
    24. Jahrestagung der Fachgruppe "Innere Medizin und Klinische Labordiagnostik der DVG (InnLab)“
    Berlin, 29. – 30.01.2016
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere; 44(2) — S. A 24
    ISSN: 1434-1239
    Kontakt
    Klinik für kleine Haustiere

    Oertzenweg 19 b
    Haus 1
    14163 Berlin
    +49 30 838 62356
    kleintierklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Einleitung: Die Infektion mit Angiostrongylus (A.) vasorum, die zunächst vor allem in Großbritannien und im skandinavischen Raum endemisch war, tritt immer häufiger auch in Deutschland bzw. im Raum Berlin/Brandenburg auf und äußert sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Leitsymptome.
    Ziele: In dieser prospektiven Studie wurden zwischen 2013 und 2015 Hunde mit verdächtigen Symptomen einer A.-vasorum-Infektion mittels verschiedener Nachweisverfahren getestet. Es wurde die Vielzahl der durch Angiostrongylose ausgelösten Symptome sowie die damit einhergehenden Veränderungen von Laborparametern und die Auffälligkeiten in bildgebenden Verfahren dargestellt. Material und Methoden: Es erfolgte die Untersuchung von Sammelkotproben, Serum und Trachealwash-Sekret von Hunden. Zur Analyse der Kotproben diente das Kotauswanderverfahren nach Bärmann-Wetzel. Das Trachealwash-Sekret wurde nach Lungenwurmlarven durchgemustert. Die serologische Untersuchung wurde entweder mittels Antigen-ELISA am Institut für Parasitologie der Universität Zürich oder mittels IDEXX Angio-Detect® durchgeführt. Zur Sicherung der Diagnose wurden mindestens zwei Testverfahren zur Bestätigung oder zum Ausschluss einer Infektion herangezogen. Ergebnisse: Bisher wurden 97 Hunde mit verdächtigen respiratorischen, neurologischen oder hämatologischen Symptomen untersucht. In 15 Fällen wurde A. vasorum sicher nachgewiesen. In insgesamt fünf Fällen konnten Larven direkt im Trachealwash-Sekret, in acht Fällen bei der Kotuntersuchung identifiziert werden. Serologisch wurde mittels IDEXX Angio-Detect® in 11 Fällen und mittels Antigen-ELISA in insgesamt sieben Fällen eine Infektion nachgewiesen. Bei 12 der 15 positiv getesteten Hunde traten ausschließlich respiratorische Symptome auf. Bei den anderen drei getesteten Tieren standen jeweils neurologische, hämatologische bzw. in einem Fall ein retrobulbärer Abszess im Vordergrund.
    Schlussfolgerungen: Die Infektion mit A. vasorum spielt eine immer größere Rolle und sollte als wichtige Differenzialdiagnose bei respiratorischen, hämatologischen und neurologischen Symptomen in Betracht gezogen werden. Auch seltene klinische Befunde wie retrobulbäre Abszesse können durch diesen Parasiten verursacht werden. Verschiedene diagnostische Testverfahren stehen zur Verfügung und sollten zur sicheren Diagnosefindung in Kombination eingesetzt werden.