Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Objektivierung des neurologischen Untersuchungsgangs bei Vögeln (2016)

    Art
    Poster
    Autoren
    Ansorge, A.-K. (WE 20)
    Loderstedt, S. (WE 20)
    Kongress
    24. Jahrestagung der Fachgruppe "Innere Medizin und Klinische Labordiagnostik der DVG (InnLab)“
    Berlin, 29. – 30.01.2016
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere; 44(2) — S. A 18
    ISSN: 1434-1239
    Kontakt
    Klinik für kleine Haustiere

    Oertzenweg 19 b
    Haus 1
    14163 Berlin
    +49 30 838 62356
    kleintierklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Einleitung: Zur neurologischen Untersuchung beim Vogel ist bisher wenig bekannt und es gibt keine etablierten Normalbefunde. Ziel der Studie war eine Objektivierung der neurologischen Untersuchung bei Vögeln. Es sollten Normalbefunde für die zu überprüfenden Parameter erstellt und die objektive Durchführbarkeit der Untersuchungen analysiert werden.
    Material und Methoden: Bei 35 neurologisch unauffälligen Tieren erfolgte eine neurologische Untersuchung. Der Ablauf der neurologischen Untersuchung von Säugern wurde auf Vogelpatienten angepasst. Untersuchte Parameter wurden deskriptiv beschrieben und Reflexe graduell auf einer Skala von 0 (Ausfall), 1 (reduziert) und 2 (unauffällig) bewertet. Resultate: Es wurden acht Ziervögel, vier Tauben, sechs Greifvögel, drei schnepfenartige Vögel, acht Wassergeflügel, vier Rabenartige und drei andere Arten untersucht. Das mittlere Gewicht betrug 1800 g (17–11500 g). Bei 71,4% (n = 25) der Vögel war das Geschlecht nicht bekannt, 11,4% (n = 4) waren weiblich und 17,1% (n = 6) männlich. Bei der Reflexantwort der untersuchten Reflexe zeigte sich ein hohes Maß an Einheitlichkeit. Zum Teil wurden speziesbedingte Unterschiede festgestellt. Beispielsweise wiesen Höckerschwäne (n = 6) im Gegensatz zu den anderen Vogelarten eine ausgeprägte Drohantwort auf. Tab. P10 zeigt das Ergebnis der Reflexprüfung.
    Schlussfolgerung: Der neurologische Untersuchungsgang bei Vögeln ist nicht komplett identisch mit dem der Säuger. Es ist anzunehmen, dass es artspezifische Unterschiede gibt.