Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Hyperthyreose bei der Katze: 361 Fälle (2005-2014) (2016)

    Art
    Poster
    Autoren
    Schneidewind, Laura (WE 20)
    Weingart, Christiane (WE 20)
    Moré, S.
    Merle, R. (WE 16)
    Moré, M.
    Kohn, Barbara (WE 20)
    Kongress
    24. Jahrestagung der Fachgruppe "Innere Medizin und Klinische Labordiagnostik der DVG (InnLab)"
    Berlin, 29. – 30.01.2016
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere; 44(2) — S. A 19
    ISSN: 1434-1239
    Kontakt
    Klinik für kleine Haustiere

    Oertzenweg 19 b
    Haus 1
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62356 Fax: +49 30 - 838 460 157
    email: kleintierklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Einleitung: Die feline Hyperthyreose, die 1979 erstmals beschrieben wurde, ist die häufigste endokrinologische Erkrankung der Katze und dies mit zunehmender Prävalenz. Die Ätiologie ist nicht geklärt, ein multifaktorielles Geschehen wird vermutet. Ziele: Bei allen Katzen, bei denen in den Jahren 2005–2014 eine Hyperthyreose diagnostiziert wurde, sollten Signalement, Vorstellungsgrund, Serum-T4-Konzentration und Laborwertabweichungen bei Erstvorstellung in der Kleintierklinik der FU ermittelt werden.
    Material und Methoden: Die Datenauswertung erfolgte retrospektiv mittels des klinikinternen Softwaresystems. Einschlusskriterium war eine T4-Konzentra -
    tion > 3,5 μg/dl oder eine Konzentration > 2,9 μg/dl in Kombination mit Symptomen wie palpable Schilddrüsen, Gewichtsverlust trotz Polyphagie, Unruhe, Polyurie/Polydipsie. Ergebnisse: Insgesamt wurden 361 Katzen in die Studie eingeschlossen. Es handelte sich insbesondere um Europäische Kurzhaarkatzen (n = 308), 53 der Katzen waren Rassekatzen (Perser, Maine Coon, Britisch Kurzhaar und andere). Das Geschlechterverhältnis war ausgeglichen, mit 186 männlichen (172 kastriert) und 170 weiblichen (141 kastriert) Tieren (bei 5 Katzen fehlte die Angabe). Das mittlere Alter lag bei 13,7 Jahren (< 5 Jahre n = 3; 5–10 Jahre n = 49; 11–15 Jahre n = 203; > 15 Jahre n = 97). In neun Fällen fehlte die Altersangabe. Häufigste Vorstellungsgründe waren Gewichtsverlust (32%), Vomitus (28%) und Inappetenz (22%), häufige Laborwertveränderungen Hypokaliämie (130/353, 37%), erhöhte Leberenzymaktivitäten (236/353, 67%), erhöhte Harnstoff- (144/353, 41%) bzw. Kreatininkonzentrationen (97/353, 27%) und Hyperphosphatämie (62/353, 18%). Die Höhe der T4-Konzentration bei Diagnosestellung veränderte sich im Studienzeitraum nicht signifikant (2,91–> 24 μg/dl, Median 5,1). Schlussfolgerung: Auch bei Katzen unter 10 Jahren sollte differenzialdiagnostisch die Hyperthyreose berücksichtigt werden. Die ermittelten Vorstellungsgründe und Laborwertabweichungen stimmen weitgehend mit der Literatur überein.