Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Multiresistente Erreger in Klein- und Großtierarztpraxen (2015)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Walther, Birgit (WE 7)
    Vincze, Szilvia (WE 7)
    Lübke-Becker, Antina (WE 7)
    Kongress
    Bad Honnef-Symposium 2015, Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG e.V.) in Zusammenarbeit mit der Initiative GERMAP
    Königswinter, 30. – 31.03.2015
    Quelle
    Bad Honnef-Symposium 2015, Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie (PEG e.V.) in Zusammenarbeit mit der Initiative GERMAP, Abstractband — Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (Hrsg.)
    Rheinbach, 2015 — S. 9–10
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.egms.de/en/meetings/bhs2015/15bhs08.shtml
    DOI: 10.3205/15bhs08
    Kontakt
    Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35
    14163 Berlin
    +49 30 838 51840 / 51843
    mikrobiologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Analog zum medizinisch-technischen Fortschritt in der Kleintier- und Pferdemedizin („companion animals“) treten zunehmend
    Probleme/Komplikationen durch Infektionen mit mehrfach- bis panresistente Bakterien in Tierkliniken, die u. a.
    nosokomial erworben wurden.
    Zu den am häufigsten mit diesem Problemkreis assoziierten Infektionserregern gehören u.a. Methicillin-resistente Staphylokokken
    (MRS) und Extended-Spectrum-beta-Lactamase (ESBL)-bildendende Enterobactericeae (besonders: E. coli) [1].
    Bei Hunden und Katzen auftretende MRSA entsprechen den aus der Humanmedizin bekannten Genotypen. In Deutschland
    dominieren die klonalen Komplexe (CC)22 und CC5 [2], aber auch mecC-MRSA sind beschrieben [3]. Die Anzahl der Mitarbeiter
    (>10) in der Praxis/Klinik, postoperative Wundinfektion sowie antibiotische Vorbehandlung sind als signifikante
    MRSA-Risikofaktoren identifiziert worden [4]. Erhebliche therapeutische Probleme zeigen sich auch bei der Behandlung
    von Infektionen mit multi-resistenten, Methicillin-resistenten S. pseudintermedius (MRSP) [1].
    Seit ca. 2009 finden sich oftmals ESBL-produzierende Enterobacteriaceae spp. in vet. med. Untersuchungsmaterialien.
    Neben E. coli ST131-CTX-M-15 gibt es zahlreiche weitere ESBL- und AmpC-produzierende klonale Linien, die Infektionen
    sowohl bei Menschen als auch bei companion animals verursachen [5].
    Fast alle nosokomialen Infektionserreger in der Veterinärmedizin sind zwischen Menschen und Tieren übertragbar. Eine
    kontinuierliche Verbesserung der Biosicherheit und des Infektionsschutzes von Mensch und Tier in veterinärmedizinischen
    Einrichtungen sind daher ein Ziel unserer Arbeitsgruppe (IP8) in der 2. Förderphase des interdisziplinären Forschungsnetzwerks
    MedVet-Staph.