Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Kann die klinische Wirksamkeit der Aerosol-Therapie mit Budesonid durch Inhalation unter Belastun verbessert werden? (2016)

    Art
    Zeitschriftenartikel / wissenschaftlicher Beitrag
    Autoren
    Barton, Ann Kristin (WE 17)
    Heinemann, Henrike (WE 17)
    Merle, Roswitha (WE 16)
    Gehlen, Heidrun (WE 17)
    Quelle
    Pferdeheilkunde; 32(2) — S. 119–123
    ISSN: 0177-7726
    Kontakt
    Institut für Veterinär-Epidemiologie und Biometrie

    Königsweg 67
    Gebäude 21, 1. OG
    14163 Berlin
    +49 30 838 56034

    Abstract / Zusammenfassung

    Recurrent airway obstruction (RAO) und Inflammatory airway disease (IAD) stellen häufige chronische Lungenerkrankungen bei Pferden in Stallhaltung dar. In den vergangenen Jahren erfreut sich die Inhalation mit Glukokortikoiden zunehmender Beliebtheit in der Behandlung dieser Patienten. Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, ob die klinische Wirksamkeit der Aerosoltherapie durch die Inhalation unter Belastung mittels mobiler Inhalationsmasken verbessert werden kann. Mittels eines Scoresystems wurden 12 vorberichtlich an RAO bzw. IAD erkrankte Pferde umfassend klinisch untersucht (klinische Untersuchung, arterielle Blutgasanalyse, Bronchoskopie mit bronchoalveolärer Lavage (BAL), Zytologie der BAL-Flüssigkeit) und in die Gruppen RAO und IAD unterteilt. Danach erfolgte eine 10-tägige
    Inhalationstherapie mit Budesonid (3μg/kg KGW 2×täglich), bei der 6 Pferde in Ruhe und 6 Pferde unter Belastung an der Longe (10min Schritt, 10min Trab und 5min Galopp, 10min Schritt) behandelt wurden, wobei das Inhalationsgerät mit Beginn der Trabphase gestartet
    wurde. Danach erfolgten erneute klinische und weiterführende Untersuchungen analog der Eingangsuntersuchung. Die Inhalationstherapie führte bei allen Probanden zu einer Verbesserung der klinischen Symptomatik. Es zeigte sich eine signifikante Reduktion des klinischen Scores in der Gesamtpopulation (p=0,002) und innerhalb der Subgruppen (Inhalation in Ruhe vs. Belastung), nicht jedoch in allen Einzelparametern
    wie z.B. dem Prozentanteil der neutrophilen Granulozyten. Im Gruppenvergleich ergaben sich ebenfalls keine signifikanten Unterschiede. Zusammenfassend erscheint die inhalative Verabreichung somit auch bei RAO in Exazerbation empfehlenswert. Die Aerosoltherapie
    unter Belastung führte jedoch nicht zu einer signifikant verbesserten Wirksamkeit.