Fachbereich Veterinärmedizin


Service-Navigation

    Publikationsdatenbank

    Nachweis und Bestimmung von Cholesteroloxiden in ausgewählten tierischen Lebensmitteln (1994)

    Art
    Poster
    Autoren
    Wunderlich, Hans-Peter (WE 8)
    Stenzel, Wolf-Rüdiger (WE 8)
    Leonhardt, Monika
    Kongress
    35. Arbeitstagung des Arbeitskreises Lebensmittelhygiene der DVG
    Garmisch-Partenkirchen, 27. – 30.09.1994
    Quelle
    35. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes "Lebensmittelhygiene", Teil 2 - Fachgruppe "Milchhygiene", Fachgruppe "Lebensmittelrecht" Poster
    — S. 283–289
    ISBN: 3-930511-02-9
    Kontakt
    Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

    Königsweg 69
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62550 Fax.+49 30 838 46029
    email:lebensmittelhygiene@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Durch ihre biologischen Wirkungen und als mögliche Indikatoren für Veränderungen von Lebensmitteln erlangen Cholesteroloxide zunelunend lebensrnittelhygienische Bedeutung. Vor allem die Autoxidation von Cholesterol wird seit längerem untersucht, Verfahren zur Isolierung und Bestimmung der dabei gebildeten Verbindungen in zahlreiche Publikationen beschrieben. Daneben ist aber auch die mögliche enzymatische Entstehung von Cholesteroloxiden, insbesondere durch die erwünschte oder unerwünschte Einwirkung von Mikroorganismen, von Interesse.
    Aufgrund der Verschiedenartigkeit der ablaufenden Prozesse - Autoxidation bzw. enzymatische Bildung - entstehen aber unterschiedliche Reaktionsprodukte, die in ihren Eigenschaften, speziell ihrer Polarität, teilweise erheblich voneinander abweichen und so die gleichzeitige Abtrennung der einzelnen Cholesteroloxide aus dem Lebensmittel und eine anschließende Bestimmung erschweren.
    Um sowohl die mikrobiell als auch chemisch-physikalisch entstandenen Oxidationsprodukte erfassen zu können, werden daher die Isolierung und Anreicherung sowie der Nachweis und die Quantifizierung einer Reihe von Cholesteroloxiden untersucht. Einbezogen werden neben den relativ polaren Verbindungen 19-Hydroxycholesterol, 20a-Hydroxycholesterol,
    25-Hydroxycholesterol 5a,6a-Epoxicholesterol 3ß,5a,6ß-Cholestantriol und 7-Ketocholesterol die nach Literaturangaben durch Autoxidation in Lebensmitteln entstehen, auch insbesondere die vergleichsweise unpolaren Substanzen 4-Cholesten-3-on und Coprostanol welche die Hauptprodukte des Cholesterolabbaus verschiedener Mikroorganismen sind. Als Matrix dienen dabei Milchprodukte, vorwiegend verschiedene Käsesorten.
    Zur Gewinnung der Cholesteroloxide werden mehrere Verfahren überprüft und diskutiert.
    Dabei stehen Methoden der Festphasenextraktion an polaren und unpolaren Sorbentien im Mittelpunkt. Die Kontrolle der Abtrennung der Oxidationsprodukte von störenden Begleitstoffen und der Nachweis der einzelnen Verbindungen erfolgen dünnnnschichtchromatographisch.
    Die Menge der Cholesteroloxide, die in Lebensmitteln enthalten sind, wird dann mittels Kapillar-Gaschromatographie bestimmt.