Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Zur mikrobiologischen Erfassung von Rückständen antimikrobiell wirksamer Stoffe beim Fisch (1995)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Ellerbroek, L.
    Schwarz, Christine
    Hildebrandt, G. (WE 8)
    Weise, E.
    Bernoth, Eva-Maria
    Pluta, H.-J.
    Arndt, Gisela
    Kongress
    36. Arbeitstagung des Arbeitskreises Lebensmittelhygiene der DVG
    Garmisch-Partenkirchen, 26. – 29.09.1995
    Quelle
    36. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes "Lebensmittelhygiene", Teil 1 - Vorträge
    — S. 267–272
    ISBN: 3-930511-18-5
    Kontakt
    Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

    Königsweg 69
    14163 Berlin
    +49 30 838 62550
    lebensmittelhygiene@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Im Jahre 1991 sind die Mitgliedstaaten der EG (heute: EU) übereingekommen, im Rahmen der Richtlinie 86/469/EWG ("Rückstandskontrollrichtlinie") ein Untersuchungsprogramm bei Fischen in Aquakulturen durchzuführen, um dadurch einen Überblick über die Rückstandsproblematik - u.a. von Stoffen mit bakterienhemmender Wirkung - in diesem Bereich zu bekommen. Dieses Untersuchungsprogramm sollte Hinweise für eine spätere Regelung zur Durchführung der Rückstandsuntersuchungen bei Fischen aus Aquakulturen liefern.
    Aus diesem Anlaß wurden 1992 im Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) verschiedene mikrobiologische Rückstandsnachweisverfahren erprobt, die ein möglichst weites Spektrum von antibakteriell wirksamen Rückständen mit hoher Sensitivität erfassen sollen.
    Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde der Vorschlag einer norwegischen Arbeitsgruppe aufgegriffen, die mit den Testkeimen Mc. luteus ATCC 9341 , Bac. cereus var. mycoides ATCC 11778 und E.coli ATCC 11303 arbeitete. In einem weiteren Ansatz wurden auch die Testkeime Bac. subtilis BGA, Bac. licheniformis Stamm 71 und E. coli Stamm14 auf ihre in vitro- und in vivo-Empfindlichkeit gegenüber antibakteriell wirksamen Stoffen geprüft, die nach derzeitigem Kenntnisstand in der Aquakultur eine Rolle spielen.
    Aus den Ergebnissen der Versuche zeichnet sich ab, daß der bereits seit längerer Zeit im Fle1schhyg1enerecht etablierte Teststamm Bac. subtilis BGA eine hervorragende Empfindlichkeit im Vergleich mit den anderen Teststämmen besitzt und ihnen in der praktischen Handhabung überlegen ist. In Verbindung mit einem der beiden überprüften E. coli-Teststämme, mit denen vor allem Gyrasehemmer sehr empfindlich nachgewiesen werden können. liegt damit ein mikrobiologisches Screening-Verfahren vor, das geeignet erscheint, Stoffe mit antimikrobieller Wirkung in Fischen zu erfassen und damit zum Verbraucherschutz beizutragen.