Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Experimentelle Infektion von Hühnerembryonen mit Brucella microti (2015)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Böttcher, D.
    Wareth, G. (WE 10)
    Melzer, F.
    Shehata, A. A.
    Neubauer, H.
    Rösler, Uwe (WE 10)
    Schoon, H.-A.
    Kongress
    58. Jahrestagung der DVG-Fachgruppe Pathologie
    Fulda, 07. – 08.03.2015
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe G, Großtiere, Nutztiere; 43(3) — S. A3
    ISSN: 1434-1220
    Kontakt
    Institut für Tier- und Umwelthygiene

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35
    14169 Berlin
    +49 30 838 51845
    tierhygiene@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Einleitung: Brucellen-Infektionen beim Menschen haben heutzutage ihren Ursprung überwiegend in Entwicklungsländern. Infektionen mit Brucella (B.) microti sind unter anderem bei Feldmäusen beschrieben worden. Mit dieser Studie sollte geklärt werden, ob sich B. microti in Hühnerembryonen vermehren kann und welche histopathologischen Befunde auftreten. Material und Methoden: Je 10 Hühnerembryonen wurden mit 1,6 x 103 bzw. 1,6 x 105 KBE B. microti infiziert. Nach Absterben der Embryonen wurden die Bakterien reisoliert und mittels H./E.-Färbung mindestens vier Schnittebenen je Embryo untersucht. Ausgewählte Proben wurden immunhisto - logisch auf Brucella-Antigen untersucht.
    Befunde: Aus allen Embryonen konnten Brucellen reisoliert werden (bis zu 1,7 x 1012 KBE). Histologisch dominierten Apotosen/Nekrobiosen und Nekrosen in Leber, Nieren, Lungen, Milz, Gastrointestinaltrakt, Dottersack und Chorioallantoismembran. Immunhistologisch ließen sich in diesen Organen zahlreiche Brucellen nachweisen.
    Schlussfolgerung: B. microti zeigt in Hühnerembryonen hohe Replikationsraten. Die infizierten Tiere weisen erhebliche Schädigungen zahlreicher Parenchyme auf. Insgesamt ist daher von einer Pathogenität von B. microti für die Spezies Huhn auszugehen.