Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Untersuchungen zur Eignung der Impedanztechnik für den Hemmstoffnachweis in Fleisch (1996)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Werber, Dirk
    Bergann, Theodor (WE 8)
    Kongress
    37. Arbeitstagung des Arbeitskreises Lebensmittelhygiene der DVG
    Garmisch-Partenkirchen, 30.09. – 02.10.1996
    Quelle
    37. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes "Lebensmittelhygiene", Teil 1 - Vorträge, Teil 2 - Poster
    — S. 105–113
    ISBN: 3-930511-47-9
    Kontakt
    Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

    Königsweg 69
    14163 Berlin
    +49 30 838 62550
    lebensmittelhygiene@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Nachteilig am amtlich vorgeschriebenen Verfahren der Hemmstoffprüfung in Fleischproben, dem sog. Dreiplattentest (DPT), sind die bis zum Vorliegen eines Ergebnisses erforderliche lange Zeitdauer, der vergleichsweise hohe Aufwand durch Verwendung verschiedener Testplatten sowie die bei einigen Hemmstoffen unzureichende Empfindlichkeit.
    Darüber hinaus erscheint der DPT für Technisierungs- und Automatisierungsbestrebungen wenig ergiebig.
    Ein Einsatz der lmpedanztechnik könnte hier zu entscheidenden Verbesserungen führen.
    In den eigenen Untersuchungen wurden verschiedene Teststämme, die national und international beim Hemmstoffnachweis Verwendung finden, auf ihre Eignung für die Belange der Impedanztechnik geprüft. Teststämme müssen sich sowohl durch gute „Impedanzwirksamkeit" als auch durch hohe Antibiotikasensitivität im Impedanzmeßsystem auszeichnen.
    Unter den in die Prüfungen einbezogenen Stämmen, aus Praktikabilitätsgründen ausschließlich aerobe Sporenbildner, wurde als am besten geeigneter Teststamm ein Bacillus stearothermophilus ausgewählt.
    In Modellversuchen mit diesem Stamm konnte die grundsätzliche Eignung des Impedanzsystems zum Nachweis verschiedener Antibiotika in relevanten Konzentrationen nachgewiesen werden. Die erforderliche Zeitspanne bis zur Detektion einer Hemmstoffwirkung lag bei ca. 3,Sh. Empfindlichkeit und Wiederholbarkeit erscheinen konkurrenzfähig, die kurze Zeitdauer bis zum Vorliegen des Ergebnisses dagegen konkurrenzlos. Prüfungen verschiedener Vorbereitungs- und Aufbereitungstechniken für das Probenmaterial sind gegenwärtig im Gange. Untersuchungen an hemmstoffhaltigen Proben sind in Vorbereitung.