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Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Dysontogenetische Orbitalzyste bei einem Hund (2015)

    Art
    Poster
    Autoren
    Ostrowski, A. (WE 12)
    Burger, M.
    Sahr, S.
    Allgoewer, I.
    Gruber, A.D. (WE 12)
    Kongress
    58. Jahrestagung der Fachgruppe Pathologie der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft
    Fulda, 07. – 08.03.2015
    Quelle
    Tierärztliche Praxis : Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere
    Bandzählung: 43
    Heftzählung: 3
    Seiten: A25
    ISSN: 2567-5842
    Kontakt
    Institut für Tierpathologie

    Robert-von-Ostertag-Str. 15
    14163 Berlin
    +49 30 838 62450
    pathologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Einleitung: Im Gegensatz zu dieser beim Menschen gut bekannten Entität sind dysontogenetische Orbitalzysten bei Tieren unseres Wissens bislang nicht beschrieben. Material und Methoden: Eine 2-jährige Amerikanische Bulldogge zeigte von klein auf eine langsam progressiv wachsende zystische Umfangsvermehrung (UV) am linken medialen Orbitaleingang. Ein Verödungsversuch mit Polidocanol über 6 Monate blieb erfolglos. Die Zytologie des Zysteninhalts war undiagnostisch. Die Zyste wurde chirurgisch soweit möglich entfernt. Die histologische Beurteilung des formalinfixierten, paraffineingebettenen Gewebes erfolgte nach Hämatoxylin- und Eosinfärbung.
    Befunde: Histologisch bestand die Zystenwand aus einer kollagenfaserreichen Kapsel mit sporadisch eingelagerten mineralisierten Knochenmetaplasien. Das Zystenlumen war sporadisch mit iso- bis hochprismatischen, drüsenepithelähnlichen Zellen ausgekleidet. Rezidive traten bis heute nicht auf.
    Schlussfolgerung: Es könnte sich um die Erstbeschreibung einer dysontogenetischen Orbitalzyste beim Hund handeln. Ätiologie und Pathogenese sind zunächst unklar, ein ursprünglicher Zusammenhang mit dem Tränennasenkanal scheint denkbar.