Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    HACCP in der Praxis:
    Lebensmittelsicherheit (1996)

    Art
    Buchherausgeberschaft
    Herausgeber
    Sinell, Hans-Jürgen (WE 8)
    Meyer, Heinz
    Quelle
    unverän. Nachdr. der 1. Auflage
    Hamburg: Behr, 1996 — 492 Seiten
    ISBN: 3-86022-290-2
    Kontakt
    Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene

    Königsweg 69
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62550 Fax.+49 30 838 46029
    email:lebensmittelhygiene@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Das HACCP (Hazard Analysis Critical Control Point)-System ist speziell für die Lebensmittelverarbeitung als Hygienesicherungssystem entwickelt worden. In den USA hat es sich seit einer Reihe von Jahren gut eingeführt und bewährt. In der Europäischen Union erwähnt nun auch die Lebensmittelhygiene-Richtlinie 93/43/EWG dies Prinzip und empfiehlt seine Anwendung ausdrücklich. Nationale Regelwerke schließen sich dem an. Mittlerweile ist eine umfängliche Literatur dazu entstanden, die es dem Interessierten nicht immer leicht macht, sich zu informieren.
    Das vorliegende Buch will Anwendungsmöglichkeiten für die Einführung des HACCP-Prinzips in die Praxis bieten. Anerkannte Sachverständige haben sich zusammengefunden, um aus der Sicht ihres Faches produkt- oder auch verfahrensspezifisch praktische Bezüge des HACCP-Konzepts zu entwickeln. Zunächst behandeln einleitende Abschnitte des Buches systematische Grundlagen und methodisches Rüstzeug. Weitere befassen sich mit HACCP-Anwendungen unter verfahrenstechnischen Aspekten. Mehrere Kapitel widmen sich der Anwendung des Systems auf unterschiedliche Gruppen vom Tier stammender und pflanzlicher Lebensmittel. Dabei mußte sich die Darstellung angesichts der kaum überschaubaren Vielfalt von Erzeugnisgruppen und heute gebräuchlicher Verfahren auf Beispiele beschränken. Eine Betrachtung zur Stellung von HACCP innerhalb nationaler und internationaler Qualitätsmanagement-Regelungen schließt den Text.
    Das Buch wendet sich an die Verantwortlichen für das Qualitätsmanagement nicht nur im Lebensmittel-Großbetrieb, sondern auch an Praktiker auf allen Ebenen der Be- und Verarbeitung in mittelständischen und kleineren Betrieben. Studierenden der Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften an Hoch- und Fachhochschulen soll praxisbezogene Information zum Thema "Lebensmittelsicherheit" vermittelt werden. Besonders angesprochen sind die Angehörigen der amtlichen Lebensmittelüberwachung, namentlich diejenigen, die im Vollzug vor Ort Überwachung auszuüben und Entscheidungen zu treffen haben.
    Dem Leser werden die gelegentlich recht unterschiedlich gesetzten Schwerpunkte, manchmal auch die Unterschiedlichkeit der Betrachtungsweise auffallen. Er mag es als Zeichen dafür ansehen, daß die Systematisierung der präventiven Hygienesicherung derzeit noch ganz im Fluß ist. Weder gibt es hierzu altbewährte Systeme, die allgemein eingeführt wären, noch existiert eine allseits akzeptierte Lehrmeinung, die für jede Detailfrage eine Patentlösung bereit hielte. Die einzelnen Beiträge sind deshalb als Äußerung kompetenter Sachverständiger zu verstehen, die Chancen und Möglichkeiten des derzeit modernsten Konzepts zur Hygienesicherung aus der Sicht eigener Erfahrung nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis darstellen.