Fachbereich Veterinärmedizin


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    Tränenproteinprofile bei augengesunden und an Keratoconjunctivitis sicca (KCS) erkrankten Hunden gemessen mittels MALDI-TOF (2009)

    Art
    Vortrag
    Autoren
    Jurk, S. (WE 20)
    Bohmer, M. (WE 3)
    Grus, G.
    Eule, C. (WE 20)
    Kongress
    17. Jahrestagung der FG Innere Medizin und klinische Labordiagnostik (InnLab) der DVG 31. Januar/1. Februar 2009 in Berlin
    Berlin, 31.01. – 01.02.2009
    Quelle
    Tierärztliche Praxis / Ausgabe K, Kleintiere, Heimtiere; 37(1, A22) — S. A11
    ISSN: 1434-1239
    Kontakt
    Klinik für kleine Haustiere

    Oertzenweg 19 b
    Haus 1
    14163 Berlin
    Tel.+49 30 838 62356 Fax: +49 30 - 838 460 157
    email: kleintierklinik@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Ziel dieser Studie ist die vergleichende Untersuchung der Tränenproteinprofile im Bereich von 2–5000 Dalton (Da) bei einer für KCS prädisponierten Rasse (West Highland White Terrier, WHWT) und einer augengesunden Kontrollgruppe verschiedener Hunderassen mithilfe
    des MALDI-TOF (Matrix-assisted laser desorption/ionisation time of flight mass spectrometry) sowie die Veränderung der Tränenproteinspektren beim WHWT mit KCS und unter der Behandlung mit Ciclosporin A (CsA). Material: Als Material dienten die Tränenfilmproben
    von 15 augengesunden, 4 unbehandelten erkrankten und 15 mit CsA behandelten an KCS erkrankten WHWT sowie 15 gesunden Hunden anderer Rassen. Methode: Bei allen Hunden wurden eine ophthalmologische Untersuchung und der Schirmer-Tränen-Test I durchgeführt (Tearex®, Firma Dioptrix, France). Die Eluierung der Tränenproteine aus den verwendeten STT-Streifen erfolgte durch 70%iges Methanol. Das Eluat wurde auf Anchor Targets (Bruker Daltoniks
    GmbH, Deutschland) überführt und mittels des MALDI-TOF (Bruker Daltoniks GmbH, Deutschland) auf das Masse/Ladungsverhältnis hin untersucht. Die Ergebnisse wurden mit dem Programm Statistika 8® (StatSoft, USA) und einer im Forschungslabor der Augenklinik
    Mainz entwickelten Software interpretiert. Ergebnis: In den Bereichen von 2086,90; 2221,04; 2600,68 und 3012,58 Da zeigten sich bei allen Gruppen hohe Intensitäten.
    Für den Peak bei 2600,68 Da finden sich zwischen den Gruppen signifikante Unterschiede.
    Beim an KCS erkrankten WHWT ist die Intensität dort im Vergleich zu den augengesunden WHWT signifikant (p = 0,035, Mahalanobis-Distanz 5,99) vermindert. Der Peak der mit CsA behandelten WHWT nähert sich dem Peak der augengesunden WHWT an.
    Das Proteinprofil der augengesunden Kontrollgruppe ist dem Proteinprofil
    der an KCS erkrankten WHWT ähnlicher als dem der Gruppe der augengesunden WHWT (p = 0,03, Mahalanobis-Distanz 3,61).
    Schlussfolgerung: Nach Anwendung von CsA nähert sich die Intensität der Proteinspektren der erkrankten WHWT wieder dem Spektrum der gesunden WHWT an. Um welches Protein es sich im Bereich von 2600,68 Da handelt und ob dieses Protein als Biomarker zu verwenden
    ist, muss durch weitere Untersuchungen geklärt werden.
    Support: Experimentelle Ophthalmologie, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz; Gesellschaft für kynologische Forschung, Bonn