Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Wichtige Parasitosen beim Pferd und deren strategische Bekämpfung:
    ein Überblick. Teil 2: Ektoparasitosen (2005)

    Art
    Zeitschriftenartikel / wissenschaftlicher Beitrag
    Autoren
    Heile, C.
    Schein, E.
    Quelle
    Der Praktische Tierarzt; 86(4) — S. 248–253
    ISSN: 0032-681x
    Kontakt
    Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35, 22, 23
    14163 Berlin
    +49 30 838 62310
    parasitologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Die wichtigsten Ektoparasiten, die im Winter auftreten, sind die Haarlinge Werneckiella equi, und die Nagemilben, Chorioptes bovis.Während Haarlinge vorwiegend im Kopf-und Halsbereich auftreten, haben die Chorioptes bovis-Milben ihre Prädilektionsstellen im Fesselbereich.Da es in Deutschland für das Pferd für diese Indikationen keine zugelassenen Arzneimittel gibt, muß auf für das Pferd nicht zugelassene Präparate zurückgegriffen werden. Bewährt hat sich die mehrmalige Anwendung von Phoxim oder Deltamethrin als Waschlösung. Zur Ektoparasitenbekämpfung bei Pferden hat der Tierarzt nur wenige Therapiemöglichkeiten und muss auf nicht zugelassene Arzneimittel zurückgreifen. Während der Weideperiode haben Bremsen, Fliegen und Gnitzen die größte Bedeutung. Bremsen und Weidestechfliegen verursachen durch ihre Stiche eine erhebliche Unruhe bei den Pferden, während Musca domestica und M. autumnalis nicht nur Lästlinge der Pferde darstellen, sondern auch eine Keratokonjunktivitis und Sommerwunden verursachen können. Allen gemeinsam ist, daß sie als potentielle Vektoren für Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Protozoen u.a. fungieren können.Zur Bekämpfung der Fliegen und Tabaniden steht als einziges Arzneimittel die Wellcare Emulsion zur Verfügung. Die topische Applikation von ätherischen Ölen und DEET zeigt nur kurzfristigen Erfolg.