Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Pilotstudie zur Bewertung der Effizienz insektizidbehandelter Netzzäune zum Schutz von Pferden gegen Weidefliegen im nördlichen Brandenburg (2006)

    Art
    Zeitschriftenartikel / wissenschaftlicher Beitrag
    Autoren
    Bauer, B.
    Blank, J.
    Heile, C.
    Schein, E.
    Clausen, P. H.
    Quelle
    Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift; 119(9/10) — S. 421–424
    ISSN: 0005-9366
    Verweise
    Pubmed: 17007470
    Kontakt
    Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35, 22, 23
    14163 Berlin
    +49 30 838 62310
    parasitologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Bei dem hier beschriebenen Versuch sollte die Wirksamkeit eines schwarzen, 100cm hohen, mit Deltamethrin und einem UV-Schutzfaktor vorbehandelten Netzstoffes gegen Weidefliegen bei Pferden eines Reit- und Pensionsbetriebs im Norden von Brandenburg untersucht werden. Das Netz wurde von außen mit geringem Abstand zum Erdboden (15cm) an dem vorhandenen Weidezaun befestigt. Drei Versuchsgruppen befanden sich auf räumlich voneinander getrennten Weideflächen mit vergleichbarer Insektendichte. Bei der ersten Fläche, einem Paddock, wurden dreiviertel des Umfanges mit dem Netz umgeben; der übrige Teil bestand aus einer 70m langen und 170cm hohen Mauer, die ungeschützt blieb. Die zweite Fläche hatte einen Gesamtumfang von 942m, von dem 126m (13.4%) durch das Netz geschützt waren. Auf der dritten Fläche wurde die ungeschützte Kontrollgruppe gehalten. Bei der vergleichenden Auswertung der Fliegenfänge mit Nzi-fallen ergaben sich deutliche Unterschiede: die Fänge in der Nähe der geschützten Koppeln waren um mehr als 60% geringer. Zur Ermittlung des Dipterenbefalls wurden einmal wöchentlich 5 verschiedene Körperregionen (Auge, Hals, Rücken, seitliche Brust- und Bauchwand, Unterbrust) fotografiert und die Anzahl der Musciden und Tabaniden auf den digitalisierten Fotos visuell ausgezählt. Die so ermittelte durchschnittliche Befallsintensität betrug in der Kontrollherde 172,1 Dipteren pro Tier. Dagegen betrug sie auf der voll- und teilgeschützten Weide 4,4 bzw 7,6 Dipteren pro Pferd. Die Kontrollgruppe fiel durch permanente Abwehrbewegungen gegen die Fliegen auf. Dagegen war das Weideverhalten der Tiere auf den geschützten Flächen ungestört.