Fachbereich Veterinärmedizin


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    Publikationsdatenbank

    Leitlinie:
    Verhinderung der Errregerübertragung durch blutsaugende Vektoren bei Hunden (2007)

    Art
    Buchherausgeberschaft
    Herausgeber
    Heile, C.
    Schein, E.
    Quelle
    Giessen: DVG, 2007 — 31 Seiten
    Verweise
    URL (Volltext): http://www.dvg.net/fileadmin/Bilder/DVG/PDF/DTB_Leitlinien.pdf
    Kontakt
    Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin

    Robert-von-Ostertag-Str. 7-13
    Gebäude 35, 22, 23
    14163 Berlin
    +49 30 838 62310
    parasitologie@vetmed.fu-berlin.de

    Abstract / Zusammenfassung

    Vorwort:

    Das Programm zum Schutz der Hunde durch Prävention (Hundeschutzprogramm)
    wurde 2004 vom Bundesverband Praktizierender
    Tierärzte bpt und der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin
    in der DVG (DGK in der DVG) ins Leben gerufen. Ziel des
    Programms ist es
    1. die Tierärzte über die neuesten wissenschaftlichen
    Erkenntnisse zu informieren
    2. die Wissenschaft durch spezielle Forschungsaufträge zu
    fördern
    3. Hundehalter vor den gefährlichen durch Ektoparasiten
    übertragenen Krankheitserregern zu sensibilisieren.
    Zu Punkt 1: Die Tierärzte werden über Blut saugenden Vektoren
    und die durch sie übertragenen Krankheiten informiert.
    Es wurde ein Expertenkreis ins Leben gerufen, der mit der Erstellung
    von Leitlinien zur Verhinderung der Erregerübertragung
    durch Blut saugende Vektoren bei Hunden beauftragt wurde.
    Zu Punkt 2: An der FU Berlin wurden Forschungsarbeiten
    initiiert, um die kürzesten Übertragungszeiten von Babesia
    canis canis durch Dermacentor reticulatus zu ermitteln. Diese
    Arbeiten sind abgeschlossen und publiziert.
    An der LMU München werden zurzeit Forschungsarbeiten
    durchgeführt, um den
    Verlauf der caninen Leishmaniose zu erforschen.
    Zu Punkt 3: Durch eine breit angelegte Informationskampagne
    (Print, Radio, Fernsehen) des bpt wurden die meisten Hundehalter
    in Deutschland über die Gefährlichkeit der durch Blut
    saugende Vektoren übertragenen Krankheiten informiert. Den
    Tierarztpraxen wurden Informationsblätter über diese Thematik
    kostenlos zur Verfügung gestellt.
    Der Erfolg des Hundeschutzprogramms wird deutlich an der Zahl
    der geschützten Hunde. In den Jahren von 2000 bis 2004 lag die
    Zahl der mit Antiparasitika geschützten Hunde unverändert bei
    jährlich ca. 1 Million. Durch das Hundeschutzprogramm konnte
    diese Zahl um ca. 30% bis 2007 deutlich gesteigert werden, das
    heißt, heute werden in Deutschland ca. 1,3 Millionen Hunde
    präventiv mit Medikamenten geschützt und das mit steigender
    Tendenz.
    Zur Finanzierung des Hundeschutzprogramms (Punkt 1 bis 3) wurden
    daher noch vor Beginn der ersten Arbeitssitzung veterinärpharmazeutische
    Firmen, insbesondere die Hersteller von Antiparasitika,
    mit der Bitte um ein Sponsoring angeschrieben.
    Dankenswerter Weise haben die Firmen Bayer HealthCare,
    essex tierarznei und Virbac Tierarzneimittel
    ihre Unterstützung zugesagt, ohne Einfluss
    auf die Inhalte des Hundeschutzprogramms
    zu nehmen.