Fachbereich Veterinärmedizin


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    Molekulare Voraussetzungen für die Ausbildung der antigenen Epitope des Glykoproteins 5 des porcinen "respiratory and reproductive syndrome virus (pRRSV)"

    Projektbeschreibung:

    Das porcine „Reproductive and Respiratory Syndrome Virus“ (PRRSV) ist weltweit der wichtigste Schaderreger in Schweinezuchtbetrieben. Ursache dafür ist eine hohe Variabilität des Erregers sowie die von ihm herbeigeführte persistente Infektion, die auf eine verzögerte Reaktion des humoralen Immunsystems zurückgeführt wird. Das wichtigste immunogene Glykoprotein 5 (Gp5) besitzt zwei Epitope A und B, wobei lediglich Antikörper gegen Epitop B neutralisierend wirken, die aber erst Wochen nach der Infektion erscheinen. Möglich molekulare Ursachen dafür sind „glycan-shielding“ und die uneinheitliche Abspaltung des Signalpeptids, welches das nicht-neutralisierende „decoy“-Epitop A enthält. Zudem hängt die Ausbildung des Epitops von der Dimerisierung des Gp5 mit dem M- Protein ab. Um diese Hypothesen als molekulare Erklärung für die Persistenz von PRRSV zu überprüfen, wollen wir die Struktur und Modifikationen von Gp5 systematisch analysieren. Zunächst sollen im zellfreien System sowie in infektionsrelevanten Schweinezellen die Abspaltung des Signalpeptids und die Auswirkungen von Mutationen in der hypervariablen Region hierauf und auf die Glykosylierung untersucht werden. Dann wollen wir die Dimerisierung von Gp5 mit M untersuchen, den Komplex reinigen und seine Tertiärstruktur bestimmen. Die Strukturdaten erlauben es, wissensbasiert Gp5-Mutationen im Genom von PRRSV herzustellen, mit denen die Hypothesen auch auf der Ebene der Virusreplikation überprüft und Varianten mit höherem antigenem Potential als Vakzinekandidaten geschaffen werden können.

    Projektleitung: PD Dr. Michael Veit
    Eintragende Einrichtung: Institut für Immunologie und Molekularbiologie
    Projektlaufzeit: 01.01.2011 bis 31.12.2013
    Projekttyp: Forschungsprojekt
    Mittelgeber: DFG - Sachbeihilfe