Fachbereich Veterinärmedizin


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    Untersuchung der Seroprävalenz von durch Arthropoden und Gastropoden übertragenen Pathogenen in Hunden im Raum Berlin/ Brandenburg

    Projektbeschreibung:

    Die Globale Erwärmung ist dafür verantwortlich, dass sich die Prävalenz vieler Parasiten in Regionen mit gemäßigtem Klima erhöht. Parasiten, welche wechselwarme Zwischenwirte während ihres Entwicklungszyklus nutzen, brauchen Temperaturen über einem bestimmten Schwellenwert für eine gewisse Zeit des Jahres um ihren Entwicklungszyklus in den wirbellosen Wirten zu vollenden. Mit einer steigenden Gesamttemperatur wird dieser Teil des Entwicklungszyklus beschleunigt. In Kombination mit wechselnder Bodennutzung und weltweiten Transporten hat dies dramatische Auswirkungen auf die geografische Verteilung vieler bekannter Vektorspezien. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass viele Parasiten ihre Endemiegebiete erweitern werden.
    In Bezug auf die Gesundheit der domestiziert gehaltenen Hunde ist es erforderlich die Ausbreitung von Parasiten, wie Dirofilaria sp., Angiostrongylus vasorum und Babesia canis zu überwachen, denn durch ihren zoonotischen Charakter kann sonst auch die menschliche Gesundheit bedroht werden.

    Die benötigten Blutserumproben werden aus dem Raum Berlin/ Brandenburg sein. Es ist geplant, dass über einen Zeitraum von ungefähr zwei Jahren 1000 Blutproben gesammelt und analysiert werden. Diese Proben werden mit Testkits in Form von ELISAs auf Babesien und Leishmanien analysiert. Außerdem wird auf A. vasorum und auch auf Dirofilaria spp. mit einem am Institut für Parasitologie der Universität von Zürich entwickelten ELISA untersucht. Zusätzlich wird der SNAP 4Dx von IDEXX durchgeführt und die Proben auf Dirofilaria immitis – Antigen, Anaplasma phagocytophilum – Antikörper, Anaplasma platys – Antikörper, Borrelia burgdorferi – Antikörper, Ehrlichis canis – Antikörper und Ehrlichia ewingii – Antikörper untersucht.
    Es ist weiterhin geplant, die Besitzer der Hunde, welche positiv getestet wurden, um eine Vollblutprobe zu bitten und wenn möglich die Parasitenspezies mit Hilfe von Knott - Tests, Blutausstrichen und PCR zu ermitteln. Auch besteht die Idee die Besitzer zu kontaktieren um genauere Informationen über die Reisehistorie der Hunde zu erhalten, wobei sich dabei erst zeigen muss, ob die Rückmeldungen ausreichend und verwertbar sind.

    Projektleitung: Prof. Dr. G. von Samson–Himmelstjerna; Dr. J. Krücken
    Eintragende Einrichtung: Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin
    Projektlaufzeit: 01.05.2016 bis 01.06.2018
    Projekttyp: Forschungsprojekt
    Mittelgeber: Bayer Animal Health Care