Fachbereich Veterinärmedizin


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    Evaluation KSP/ASP Überwachung NRW

    Projektbeschreibung:

    Vor dem Hintergrund der (angenommenen) Freiheit von einer Tierseuche kann das bestehende passive (-> Meldung klinische Verdachtsfälle) und aktive (-> gezielte Untersuchung von Stichproben) Überwachungssystem schematisch als Ereignis- und Entscheidungsbaum (Scenario Tree) dargestellt und mit Daten aus dem bestehenden Programm (Populationsstruktur, Anzahl jährlich untersuchter Proben, Testcharakteristiken etc.) gefüllt werden.
    Diese Methodik wurde zwischen 2001 und 2003 entwickelt, ist in der Fachliteratur gut beschrieben (siehe Auswahl an Referenzen) und wurde für diverse Tierseuchen einschliesslich MKS und KSP eingesetzt, um die System-Sensitivität zu quantifizieren. Diese ist definiert als die Wahrscheinlichkeit, mit dem bestehenden Überwachungssystem (alle Komponenten zusammen genommen) einen Fall der entsprechenden Tierseuche innerhalb eines definierten Zeitraums (beispielsweise ein Jahr) zu entdecken.
    Durch die im Rahmen der Entwicklung von entsprechenden Ereignisbäumen erforderliche detaillierte Beschreibung des Systems (alle Erkennungsmöglichkeiten = Komponenten) erlaubt eine entsprechende Analyse letztendlich auch die Beurteilung der Bedeutung einzelner Überwachungs-Komponenten (Äste oder „Branches“ im Ereignisbaum) im Gesamtsystem. Ausserdem lassen sich im Rahmen einer Modellierung die Auswirkungen von (geplanten) Veränderungen der Überwachung wie beispielsweise die Verschiebung von Ressourcen aus einer Überwachungs-Komponente in eine andere Komponente prospektiv abschätzen.

    Projektleitung: Uni.-Prof. Marcus Doherr
    Eintragende Einrichtung: Institut für Veterinär-Epidemiologie und Biometrie
    Projektlaufzeit: 01.03.2015 bis 29.02.2016
    Projekttyp: Auftragsforschung
    Mittelgeber: Landwirtschaftskammer & Tierseuchenkasse Nordrhein-Westfalen (NRW)