Fachbereich Veterinärmedizin


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    Prävalenz von ESBL-bildenden Escherichia coli bei Mastputen zur Quantifizierung der relativen Bedeutung von Mastgeflügel und möglicher diesbezüglicher Eintragsquellen

    Projektbeschreibung:

    Ziel dieses Projektes ist die Erfüllung eines Entscheidungshilfebedarfs des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wissenschaftliche Untersuchungen zum Vorkommen von Extended-Spektrum-Betalaktamase (ESBL)-bildenden E. coli in Mastputenbeständen durchzuführen.

    Zu beantwortende Fragen sind:
    i) Ist das Vorkommen von ESBL-bildenden E. coli in Putenbeständen vergleichbar zur Situation beim Masthähnchen?
    ii) Breiten sich ESBL-bildenden E. coli in Putenbeständen auf den gleichen Wegen wie bei Masthähnchen aus oder treten bei dieser Tierart andere ESBL-Typen aus?

    Zur Beantwortung dieser Fragestellungen werden zur Herdenprävalenzermittlung in einer repräsentativen Querschnitts-Untersuchung 40 Putenmastbetriebe aus vier Regionen Deutschlands auf das Vorkommen von ESBL-bildenden E. coli mittels sensitiver, qualitativer Kultivierungsverfahren untersucht. In einer parallel durchzuführenden Longitudinal-Untersuchung werden 7 ausgewählte Putenmastbetriebe mehrfach innerhalb eines Mastdurchganges qualitativ und quantitativ untersucht, um Aussagen zu Ein- und Austragswegen von ESBL in die Putenhaltung sowie zur quantitativen Kinetik innerhalb eines Mastdurchgangs treffen zu können. Bei allen Untersuchungen werden die entsprechenden Haltungsparameter und Medikamentenapplikationen erfasst, um Einflussfaktoren auf die ESBL-Prävalenz bei Mastputen zu identifizieren. Zudem erfolgt die molekularbiologische Identifikation der wichtigsten ESBL-Gengruppen.

    Projektleitung: Dr. Anika Friese; Univ.-Prof. Dr. Uwe Rösler
    Eintragende Einrichtung: Institut für Tier- und Umwelthygiene
    Projektlaufzeit: 01.01.2014 bis 30.06.2016
    Projekttyp: Forschungsprojekt
    Kooperationsdaten
    • Partner: Universität Leipzig, Institut für Pharmakologie, Pharmazie und Toxikologie; Univ.-Prof. Dr. Walther Honscha
    Mittelgeber: Bundesminiterium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)