Fachbereich Veterinärmedizin


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    Charakterisierung endothelialer Progenitorzellen im Prozess der ovariellen zyklischen Neovaskularisation

    Projektbeschreibung:

    Hochleistungsmilchkühe weisen eine hohe Inzidenz von komplexen, vielfältigen Gesundheits-problemen auf, welche das Reproduktionsgeschehen nachhaltig negativ beeinflussen. Hierzu gehören unter anderem ovarielle Dysfunktionen, welche mit Infertilität, Azyklie und Anöstrie einhergehen.
    Im physiologischen zyklischen Ovar tritt nach der Ovulation im Zusammenhang mit der Bildung des Gelbkörpers rapides Gewebewachstum ein, wobei Gelbkörper von 0,5 cm auf einen Durchmesser von 1,9 bis 3 cm heranwachsen (Hünigen et al., 2008). Hierbei ist das physiologische Gefäßwachstums eines frühen Gelbkörpers 5,5 mal stärker als im Glioblastoma multiforme, einem hochmalignen Tumor mit höchster angiogener Potenz. In der Literatur existiert bislang weder eine Erklärung für das enorme angiogene Potential des Ovars noch für den Ursprung der proliferierenden Zellen. In Vorarbeiten unserer Arbeitsgruppe konnten endotheliale Progenitorzellen sowohl in lutealen Endothelzellkulturen als auch in ovariellen Gewebeschnitten nachgewiesen werden.
    Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist, herauszufinden, ob endotheliale Progenitoren in die zyklische Neovaskularisation des Ovars involviert sind und wenn ja, welche Rolle sie am zyklischen Geschehen des Ovars einnehmen.
    Die Ergebnisse dieser Untersuchungen könnten neue Erkenntnisse über reproduktionsbiologische Prozesse, als auch über pathophysiologische Mechanismen des Ovars offenbaren. Möglicherweise geht die hohe Infertilitätsrate der Hochleistungsmilchkühe mit einem reduzierten Stammzell-/Progenitorzellpool einher, woraus eine defekte Proliferation der Endothelzellen bzw. Reparation oder Regeneration der Blutgefäße resultieren würde.

    Projektleitung: Dr. Sabine Käßmeyer, TÄ Kornelia Schoen
    Eintragende Einrichtung: Institut für Veterinär-Anatomie
    Projektlaufzeit: 28.02.2011 bis 01.09.2012
    Projekttyp: Forschungsprojekt
    Mittelgeber: Forschungskommission des Akademischen Senats und des Präsidiums der Freien Universität Berlin