Fachbereich Veterinärmedizin


Service-Navigation

    Publikationsdatenbank

    Beeinflussung der Kaliumbilanz von Kühen durch therapeutische Eingriffe in den Glucose- oder Elektrolythaushalt

    Projektbeschreibung:

    Wiederkäuer nehmen auf Grund starker Düngung des Pflanzenaufwuchses häufig Kaliummengen auf, die weit über ihrem Bedarf liegen und bekannte negative Einflüsse auf den Magnesium- und Calciumhaushalt der Tiere haben. Trotz dieses hohen Kaliumgehaltes im Futter zeigen Kühe - besonders im Zusammenhang mit Labmagenverlagerungen
    - häufig Hypokaliämien, die sich teilweise als therapie-resistent erweisen.
    Innerhalb des Tieres ist Kalium vor allem intrazellulär gespeichert. Änderungen der K-Bilanz zeigen sich daher zuerst als Veränderung der extrazellulären K-Konzentration. Da diese Erregbarkeit von Nerven und Muskelzellen von Kaliumdiffusionspotentialen beeinflusst wird, können Hypokaliämien zu Muskelschwäche bis hin zum Festliegen führen. Viele Therapieansätze im peripartalen Zeitraum zielen primär auf eine positive Beeinflussung der Glukosehomöostase. Auf Grund von Interaktionen zwischen Glucose- und Kaliumhaushalt sind jedoch sekundäre Effekte dieser Therapien auf den Kaliumhaushalt denkbar.
    Da einige Kühe mit Hypokaliämie trotz eingeleiteter Kaliuminfusionen oder Kaliumgaben per os in dem Zustand der Hypokaliämie verbleiben, stellt sich darüber hinaus die Frage nach der Wirksamkeit der empfohlenen Therapieschemata für die die Wiederherstellung der Kaliumhomöostase. Die Auswirkung verschiedener praxisrelevanter Therapieschemata auf die Kaliumbilanz von Milchkühen soll untersucht werden.

    Projektleitung: Prof. Dr. Kerstin E. Müller
    Eintragende Einrichtung: Klinik für Klauentiere
    Projektlaufzeit: 20.10.2009 bis 31.12.2012
    Projekttyp: Auftragsforschung
    Mittelgeber: Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH