Fachbereich Veterinärmedizin


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    Vergleich verschiedener Tötungsverfahren mit Inhalationsnarkotika im Hinblick auf die Belastungsreduktion bei Labornagern

    Projektbeschreibung:

    Kohlendioxid (CO2) wird derzeit noch häufig zur Tötung von Labornagern eingesetzt, ist aber aus Tierschutzsicht umstritten. Bestehende Leitlinien und Untersuchungen zur CO2-Anwendung geben kein einheitliches Bild von der Tierschutzgerechtigkeit dieser Methode. Gegenwärtig wird der Einsatz von halogenierten Inhalationsnarkotika in Überdosis zur Tötung von Labornagern diskutiert. In dem geplanten Projekt sollen die Auswirkungen der Überdosierung von CO2 sowie der Inhalationsanästhetika Isofluran und Sevofluran bei Labornagern breitgefächert auf der Ebene des Verhaltens, der Stresshormonachse und der Organpathologie vergleichend untersucht werden. Die Belastung für die Tiere durch die Narkosegase wird während der Narkoseeinleitung bis zum Bewusstseins- und Schmerzempfindungsverlust bestimmt, da nur in diesem Zeitraum die Tiere potentiell Schmerzen und Leiden ausgesetzt sind. Im zweiten Teil des Projekts wird die jeweils schonendste Dosis der Narkosegase in einem Approach/Avoidance-Verhaltensversuch hinsichtlich der Aversivität und der Geruchsbelastung für die Tiere verglichen. Unsere Ergebnisse werden die umfassende Bewertung unterschiedlicher Tötungsmethoden zulassen und sollen als Grundlage für eine Empfehlung zur Tötung von Labornagern dienen.

    Projektleitung: Dr. Bettina Bert, Univ.-Prof. Dr. Heidrun Fink
    Eintragende Einrichtung: Institut für Pharmakologie und Toxikologie
    Projektlaufzeit: 01.09.2010 bis 31.08.2013
    Projekttyp: Forschungsprojekt
    Mittelgeber: Bundesinstitut für Risikobewertung