Fachbereich Veterinärmedizin


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    Forschungsverbund "Klimafolgenforschung (KLIFF)" Teilprojekt TP 2.3 des Forschungsthemas 4 "Tierproduktion"

    Projektbeschreibung:

    Die Gesundheit von Weidetieren wird am stärksten durch die Auswirkungen von Infektionen mit parasitären Erregern beeinträchtigt. Praktisch jedes Weiderind ist zumindest vorübergehend mit Würmern infiziert. Folglich werden die gastrointestinalen Parasitosen in der ‚Strategic Research Agenda’ der „European Technology Plattform for Global Animal Health“ auch als Krankheitserreger mit höchster Priorität klassifiziert. Die Epidemiologie dieser Parasiten wird über die Entwicklung und Verbreitung der in der Umwelt lebenden Entwicklungsstadien vom vorherrschenden Klima gesteuert. Klimaänderungen bewirken daher zwangsläufig neue Infektionssituationen und Gesundheitsrisiken. Die geplanten Untersuchungen zu Auswirkungen der sich verändernden Klimaverhältnisse auf die Gesundheitsrisiken sind bisher wissenschaftlich nicht untersucht. Allerdings liegen Erkenntnisse über die Verwendung neuerer diagnostischer Verfahren zur Beurteilung des parasitären Infektionsstatus bei Rindern vor. In diesen Untersuchungen wurde gezeigt, dass im Feld sowohl die Antikörper gegen gastrointestinaleParasiten, als auch diejenige, die gegen den Fasciola hepatica verwendet werden, negativ mit Milchleistungsdaten korrelieren. Die Wirksamkeit von den als Anthelminthika bezeichneten Wurmmitteln wird zunehmend durch resistente Wurmpopulationen eingeschränkt. Dies betrifft seit einigen Jahren auch immer stärker die entsprechenden Parasiten der Rinder. In der Diskussion über Ursachen der Entstehung von Anthelminthikaresistenz wird dem Anteil einer Parasitenpopulation, welcher keinen Kontrollmaßnahmen ausgesetzt ist und somit keiner Resistenzselektion unterliegt, eine große Bedeutung zugewiesen. Unter den wichtigen Weidenparasiten werden vor allem die sich auf der Weise aufhaltenden frei lebenden Larvenstadien verstanden. Der Zusammenhang zwischen dem Umfang dieser Refugialpopulation und der Intensität der sich durch eine Behandlung auswirkenden Resistenzselektion in der Gesamtpopulation ist inzwischen unbestr

    Projektleitung: Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna
    Eintragende Einrichtung: Institut für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin
    Projektlaufzeit: 01.01.2010 bis 31.12.2013
    Projekttyp: Forschungsprojekt
    Kooperationsdaten
    • Titel: SFV KLIFF
    • Sprecher: Göttingen, Georg-August-Universität
    • Partner: Institut für Betriebswirtschaft der J.H.v. Thünen-Inst. Braunschweig, Friedrich-Loeffler-Bundesforsch. Inst. Tiergesundheit Braunschweig, Stiftung Tierärztl. Hochschule Hannover, Hannover, Fachhochschule, Freie Universität Berlin
    Mittelgeber: Diverse Stiftungen